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Trump beklagt Vandalismus, während grünes Wasser und tote Enten das Spiegelbecken belasten

The Lincoln Memorial Reflecting Pool appears green after an algae bloom in June 2026.
Shutterstock

Die Renovierung sollte einen berühmten öffentlichen Ort rechtzeitig vor einer nationalen Feier wiederherstellen. Stattdessen hat sie Fragen zum Wildtierschutz, zum Einsatz öffentlicher Gelder und zur Verantwortlichkeit aufgeworfen.

Das Prestigeprojekt am Reflecting Pool des Lincoln Memorials hat sich für die Regierung von Donald Trump zu einem PR-Problem entwickelt. Grünes Wasser, tote Enten und eine sich lösende blaue Beschichtung sorgen kurz vor dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit für Aufmerksamkeit.

Der Reflecting Pool ist weit mehr als nur ein dekoratives Element auf der National Mall. Er liegt zwischen zwei der bekanntesten Denkmäler des Landes und dient häufig als Kulisse für historische Ereignisse, Proteste und feierliche Zeremonien. Deshalb ist sein Zustand vor dem 4. Juli von weit größerer Bedeutung als eine gewöhnliche Instandhaltungsmaßnahme.

TV 2 Dänemark berichtet, dass City Wildlife, eine Tierschutzorganisation in Washington, D.C., bestätigt hat, dass seit dem 19. Juni mindestens drei tote Enten in der Nähe des Beckens gefunden wurden. Vogelkundler berichteten zudem von einem deutlichen Rückgang der örtlichen Entenpopulation.

Schäden, Enten und unbeantwortete Fragen

Die Behörden prüfen mehrere mögliche Ursachen, darunter Algen, Bakterien und Wasserstoffperoxid, das von den Parkmitarbeitern zur Bekämpfung der Algenblüte eingesetzt wurde. Eine abschließende öffentliche Erklärung dazu, was die Vögel getötet oder die Oberfläche des Beckens beschädigt hat, liegt bislang nicht vor.

Bereits Monate zuvor hatte Trump die Renovierung beworben, nachdem er Videoaufnahmen von verschmutztem Wasser, Algen und einem Entenküken veröffentlicht hatte.

Im April stellte Trump die Renovierung des Reflecting Pools als ein Projekt dar, das mit Unterstützung von Innenminister Doug Burgum bereits umgesetzt werde.

Den Auftrag erhielt Greenwater Services, ein Unternehmen des Geschäftsmanns John Cafaro, der laut TV 2 Dänemark Trumps Nachbar in Florida ist. Aus Bundeswahlunterlagen geht hervor, dass Cafaro Trump mehrere Hunderttausend Dollar gespendet hat, darunter 250.000 US-Dollar im Jahr 2020 und 100.000 US-Dollar im Jahr 2024.

Cafaro wurde 2001 in einem Bestechungsfall zu einer Geldstrafe und einer zur Bewährung ausgesetzten Strafe verurteilt. Das Innenministerium erklärte, das Unternehmen sei ausgewählt worden, weil es über „das Fachwissen, die Arbeitskräfte und die erforderlichen Materialien“ verfüge. Trump sei an der Vergabe des Auftrags nicht beteiligt gewesen.

Die Erklärung mit Vandalismus bleibt umstritten

Trump macht Vandalismus für die beschädigte Oberfläche verantwortlich.

„Wir hatten es mit Vandalismus zu tun. Es gibt einen 290 bis 300 Fuß langen Schnitt, der gerade hindurchgeht. Er wurde wahrscheinlich mit einem Cuttermesser oder einer anderen Art von Messer verursacht“, sagte er.

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Diese Erklärung hat die Diskussion jedoch nicht beendet. Nach Angaben des dänischen Senders bemühen sich Reporter weiterhin um Unterlagen der Parkbehörden, die die Sabotagebehauptung stützen könnten.

Einer der Festgenommenen war David Hearn, ein 67-jähriger ehemaliger Olympia-Kanute. Gegenüber der Washington Post erklärte er, er habe das Becken nicht beschädigen wollen. Er habe lediglich ein loses Stück der blauen Oberflächenbeschichtung berührt, bevor er festgenommen wurde.

„Ich habe nichts beschädigt und nichts abgerissen. Als ich begriff, was geschah, wurden mir Handschellen angelegt“, sagte Hearn.

Fox News zeigte später Aufnahmen von Menschen in der Nähe des Wassers. Moderator Jesse Watters schränkte jedoch ein:

„Wir konnten die Videos bislang nicht verifizieren, aber sehen Sie sich das an.“

Die Parkverwaltung muss das Becken möglicherweise entleeren, um den beschädigten Boden zu reparieren. Bis dahin ist aus einem Projekt, das als makellose Kulisse für die Jubiläumsfeierlichkeiten gedacht war, ein Streit über Kompetenz, Verantwortlichkeit und öffentliches Vertrauen geworden.

Quellen: TV 2 Dänemark, The Washington Post, Fox News.