Er bestreitet jedoch, dass die Situation kritisch sei.
Die Ukraine setzt ihre Angriffe tief in russisches Territorium fort und zielt auf die Öl- und Gasinfrastruktur ab, um die russische Wirtschaft zu lähmen und es dem Kreml unmöglich zu machen, die Bevölkerung vor den Auswirkungen des Krieges zu schützen.
Am Wochenende starteten ukrainische Streitkräfte eine Reihe von Langstreckenangriffen auf kritische Energieanlagen in Russland und unterbrachen dadurch wichtige Versorgungswege.
Berichten mehrerer Nachrichtenmedien, darunter des Kyiv Independent, zufolge trafen die nächtlichen Angriffe am 28. Juni die Ölraffinerie Slawjansk in der Region Krasnodar sowie eine weitere große Anlage in der Oblast Jaroslawl.
Die Anlage in Slawjansk liegt etwa 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt und versorgt die russisch besetzte Krim mit Treibstoff. Die Anlage in der Oblast Jaroslawl befindet sich ungefähr 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
Nun räumt der russische Staatschef ein, dass die Ukraine zumindest teilweise für die derzeitigen Schwierigkeiten der russischen Bevölkerung verantwortlich ist.
„Das ist offensichtlich“
Am Sonntag räumte der russische Präsident Wladimir Putin ein, dass das Land nach wiederholten ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien mit Treibstoffknappheit konfrontiert sei.
Das Eingeständnis erfolgte während eines vom Kreml veröffentlichten Interviews, das von The Moscow Times zitiert wurde. Der russische Staatschef räumte ein, dass die Angriffe seiner Regierung erhebliche Probleme bereiteten.
„Was Angriffe auf kritische Infrastruktur im Allgemeinen und Energieinfrastruktur im Besonderen betrifft, so schaffen diese Angriffe auf unsere Infrastrukturanlagen natürlich Probleme“, sagte Putin. „Das ist offensichtlich.“
Der Präsident spielte die Situation herunter, obwohl die Behörden auf der annektierten Krim den Ausnahmezustand ausgerufen hatten.
„Im Moment beobachten wir einen gewissen Mangel, aber er ist nicht kritisch“, fügte er hinzu.
Moskauer Raffinerie angeblich von Eigenbeschuss getroffen
Am 19. Juni kursierten nach einem ukrainischen Angriff auf eine Ölraffinerie in Moskau online Aufnahmen, die angeblich eine russische Flugabwehrrakete zeigen, die die Raffinerie traf, während sie versuchte, ukrainische Drohnen abzuschießen.
Die Aufnahmen zeigen, was offenbar eine russische Pantsir-Flugabwehrrakete ist, die direkt in einen Erdöllagertank einschlägt. Dann folgt die Explosion.
Eine massive Explosion schleudert den schweren Deckel des Tanks hoch in die Luft, während eine deutliche Raketenspur am Himmel zurückbleibt.
Im Video zeigt die filmende Person auf die charakteristische Spur einer durch die Luft fliegenden Rakete. Bei genauerer Betrachtung der Aufnahmen erscheint kurz vor der Explosion ein schwarzer Punkt in der Nähe des Lagertanks.
Die Aufnahmen wurden nicht unabhängig überprüft.
