Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis die neuen Raketen und Sprengköpfe einsatzbereit sein werden.
Zum ersten Mal seit fast 40 Jahren entwickelt das amerikanische Militär einen brandneuen Atomsprengkopf.
Die US Navy leitet dieses umfangreiche Projekt gemeinsam mit der National Nuclear Security Administration.
Die als W93 bekannte Waffe ersetzt alternde Komponenten des aktuellen Arsenals. Interesting Engineering berichtete, dass der neue Sprengkopf nahtlos auf künftige Raketen passen wird, die aus großer Meerestiefe abgefeuert werden.
Diese Modernisierung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die globale Verteidigung. Das Militär ersetzt derzeit seine alten U-Boote der Ohio-Klasse durch eine hochmoderne Flotte von U-Booten der Columbia-Klasse, die darauf ausgelegt sind, monatelang unentdeckt zu bleiben.
Laut einem Update der Strategic Systems Programs der US Navy vom Juni umfasst die Modernisierung auch eine umfassende Neuentwicklung der wichtigsten seegestützten ballistischen Rakete der Vereinigten Staaten. Die aktuelle Trident-II-Rakete ist seit 1990 im aktiven Dienst und gilt weiterhin als äußerst zuverlässig.
Versteckt bleiben
Während frühere Modernisierungen die Lebensdauer der aktuellen Rakete bis in die 2040er-Jahre verlängerten, werden einige Komponenten schlichtweg zu alt, um repariert zu werden. Das neue Hybriddesign wird bewährte Triebwerke mit vollständig neu entwickelten Lenksystemen kombinieren, um modernen Bedrohungen zu begegnen.
Offizielle planen, diese neuen Raketen bis 2039 in die Flotte einzuführen. Das umfangreiche Projekt ist nicht nur eine amerikanische Angelegenheit, da die Technologie auch das britische Militär bei seinen künftigen U-Booten der Dreadnought-Klasse unterstützen wird.
Über diese ballistischen Modernisierungen hinaus erweitert die Navy ihre Fähigkeiten im Bereich anderer fortschrittlicher Waffensysteme. Das strategische Team entwickelt derzeit die Hyperschallwaffe Conventional Prompt Strike sowie neue seegestützte nukleare Marschflugkörper.
Diese Expansion geht mit einem deutlichen Anstieg der westlichen Militärbudgets einher. Aktuelle Daten zeigen, dass die Vereinigten Staaten ihre Ausgaben für Atomwaffen um mehr als 20 Prozent auf 69,2 Milliarden US-Dollar erhöhten, während Verbündete wie Großbritannien und Frankreich ebenfalls zweistellige Budgetsteigerungen verzeichneten, um ihre militärischen Fähigkeiten gegenüber rivalisierenden Staaten auszubauen.