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Sprengstoffe „mehrfach“ in aus Russland zurückgeführten Leichen gefunden, so die ukrainische Polizei

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Die forensischen Teams müssen die Leichen gründlich untersuchen, bevor sie mit dem Identifizierungsprozess beginnen.

Die Rückführung Gefallener aus einer Konfliktzone ist stets eine ernste, heikle Aufgabe, die tiefen Respekt und einen sorgfältigen Umgang erfordert.

Doch wenn das Schlachtfeld den Verstorbenen bis in den Obduktionssaal folgt, verwandelt sich der Routineprozess in eine hochriskante Operation.

Dies ist die düstere Realität, mit der die Teams vor Ort in der Ukraine derzeit konfrontiert sind.

Gefahr im Tod

Forensische Teams rechnen üblicherweise mit Trauer, Trauma und der langwierigen Arbeit der Identifizierung.

Doch Teams, die Rückführungen von der Front bearbeiten, stoßen nun auf unerwartete Gefahren, die der Feind hinterlassen hat.

In einem Interview mit Ukrinform enthüllte die ukrainische Polizei kürzlich eine schockierende Entwicklung im Repatriierungsprozess. Die Behörden haben wiederholt scharfe Sprengstoffe, darunter nicht detonierte Granaten, in den sterblichen Überresten gefallener Soldaten entdeckt.

Die erschreckende Entdeckung bedeutet, dass forensische Experten ihre Arbeit nicht sofort aufnehmen können. Jeder einzelne repatriierte Leichnam muss nun einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden, bevor ihn jemand berühren darf.

Äußerst vorsichtiges Vorgehen

Taras Tarasenko, ein leitender Ermittler der Nationalpolizei in der Region Kirowohrad, erklärte, dass sein Team jede Ankunft als potenzielle Falle behandeln müsse.

„Wir haben Sprengstoffe, Granaten und andere Gegenstände gefunden. Deshalb arbeiten wir so vorsichtig wie möglich“, sagte Tarasenko und fügte hinzu, dass sie bereits viele Fälle von in Leichen versteckten Sprengstoffen gesehen hätten.

Neben der unmittelbaren physischen Gefahr ist auch der Identifizierungsprozess äußerst kompliziert. Nachdem Kampfmittelräumdienste die Leichen gesichert haben, suchen Spezialisten nach persönlichen Gegenständen wie Telefonen, Bankkarten oder Erkennungsmarken, um die Identität der Person festzustellen.

Sie fotografieren außerdem markante Kleidungsstücke und Tätowierungen. Doch das Chaos des Krieges erschwert die Arbeit des forensischen Teams zusätzlich.

Ein verwickeltes Rätsel

Ermittler stellen häufig fest, dass die sterblichen Überreste mehrerer Personen in einer einzigen Überführung vermischt wurden. Polizeibeamte müssen gemeinsam mit DNA-Experten die Überreste sorgfältig voneinander trennen.

Diese schwierigen Übergaben erfolgen nach umfangreichen Repatriierungsaustauschen zwischen den beiden kriegführenden Staaten. So nahm die Ukraine kürzlich 522 Leichen zurück, die Russland als ukrainische Militärangehörige identifiziert hatte.

Bei derselben Operation am 18. Juni übergab die Ukraine der russischen Seite 33 Sätze sterblicher Überreste. Mehrere staatliche Behörden, darunter die Streitkräfte und die Rettungsdienste, koordinieren diese umfangreichen Austausche. Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch erst, wenn die Lastwagen eintreffen.