Laut dem ukrainischen Oberbefehlshaber sind inzwischen bis zu die Hälfte der Gefechte entlang der Frontlinie ukrainische Offensivoperationen.
Ukrainische Präzisionsschläge gegen russische Versorgungsnetzwerke schränken die Optionen des Kremls auf dem Gefechtsfeld erheblich ein.
Laut dem ukrainischen Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj beeinträchtigen diese Operationen im rückwärtigen Raum aktiv die Fähigkeit der russischen Streitkräfte, militärische Operationen durchzuführen.
In der ukrainischen Fernsehsendung TSN erklärte der Militärchef am 30. Juni, dass Versorgungsprobleme die Personalstärke direkt beeinflussten. Der Kreml könne seine frühere Truppenstärke unter einer derart hohen logistischen Belastung einfach nicht aufrechterhalten.
Syrskyj hob die schrumpfende Präsenz der Invasionskräfte hervor.
Er erklärte: „Die Größe der Gruppierung nimmt weiter ab. Heute liegt diese Zahl bereits bei 722.000, einschließlich der operativen Reserve.“
Die Lage verändert sich
Die Versorgungskrise hat das russische Militär gezwungen, mehrere Angriffsachsen aufzugeben.
Logistische Probleme haben die Zahl der russischen Angriffsrichtungen von zuvor 13 auf sieben reduziert.
Unter den verbleibenden zeichnen sich derzeit nur vier Hauptsektoren als wesentliche Konfliktzonen ab. Diese Konzentration ermöglicht es den ukrainischen Verteidigungskräften, Bewegungen vorherzusehen und sich wirksam einzugraben.
Obwohl die täglichen Gefechte insgesamt weiterhin intensiv bleiben, hat sich die Art der Kämpfe grundlegend verändert. Zwischen 240 und 260 Angriffsoperationen finden täglich entlang der Kontaktlinie statt.
Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen sich jedoch nicht mehr nur am Boden, da inzwischen bis zu die Hälfte der täglichen Gefechte auf ukrainische Offensivoperationen entfällt.
Die Initiative ergreifen
Dieser entscheidende Wandel bedeutet, dass die Ukraine in mehreren aktiven Kampfgebieten erfolgreich die Initiative ergriffen hat. Der anhaltende Druck auf russische Versorgungsdepots hat die Fähigkeit des Gegners, zurückzuschlagen, erheblich eingeschränkt.
Syrskyj fasste den sichtbaren Rückgang der Kampfkraft der gegnerischen Streitkräfte deutlich zusammen. Er erklärte: „Die Aktivität des Feindes hat erheblich abgenommen. Ich würde nicht sagen um die Hälfte, aber um ein Drittel mit Sicherheit.“
Laut The New Voice of Ukraine hätten frühere Berichte des ukrainischen Verteidigungsministeriums besagt, dass ukrainische Truppen doppelt so viel Territorium zurückerobert hätten, wie russische Streitkräfte im Mai 2026 einnehmen konnten.