Nach Angaben Pakistans wurden alle Drohnen abgefangen.
Die Beziehungen zwischen Afghanistan und Pakistan haben einen gefährlichen Tiefpunkt erreicht.
Die Taliban-Regierung in Kabul behauptet, Luftangriffe direkt auf pakistanisches Territorium durchgeführt zu haben, was später vom pakistanischen Militär bestätigt wurde.
Nach Angaben des Militärs haben afghanische Taliban-Kräfte „vier rudimentäre Drohnen über die Grenze nach Belutschistan geschickt … die feindlichen Flugplattformen wurden sofort vom robusten Luftverteidigungsnetz Pakistans erfasst“.
Das Militär fügte hinzu: „Sollten die afghanischen Taliban Pakistan weiterhin provozieren, würden sie eine angemessene Antwort erhalten, die sie teuer zu stehen käme“, was darauf hindeutet, dass die Situation schnell eskalieren könnte.
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Afghanistan bestätigt
Afghanische Beamte erklärten später auf X, sie hätten „Luftangriffe“ sowohl in Belutschistan als auch in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa durchgeführt.
Sie behaupteten, die Operation habe Opfer unter Mitgliedern einer ISIL- (ISIS-) nahestehenden Gruppe gefordert.
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Den Taliban fehlt eine voll funktionsfähige Luftwaffe mit modernen Kampfflugzeugen. Stattdessen setzt die Gruppe vor allem auf kleine Drohnen. Diese Low-Tech-Flugplattformen sind rasch zu einer bevorzugten Waffe bei den heftigen Grenzzusammenstößen geworden, die seit der Machtübernahme der Taliban in Kabul im Jahr 2021 andauern.
Spannungen steigen
Laut Al Jazeera geht der unmittelbare Auslöser für die jüngsten Angriffe auf einen tödlichen Wochenendanschlag in Karachi zurück.
Nach diesem Vorfall startete Pakistan Luftangriffe im Osten Afghanistans. Islamabad behauptete, es habe aktive Militante ins Visier genommen, doch die afghanische Regierung meldete mindestens 36 zivile Todesopfer infolge dieser Operationen.
Pakistan wirft der Taliban-Regierung routinemäßig vor, bewaffnete Gruppen zu beherbergen, die hinter Angriffen in Pakistan stehen, insbesondere die pakistanischen Taliban, bekannt als TTP.
Afghanische Beamte weisen die Vorwürfe vehement zurück und beschuldigen stattdessen Pakistan, feindliche Gruppen zu beherbergen und die Souveränität des Nachbarlandes nicht zu respektieren.
In der Zwischenzeit sind allein seit Februar bereits Hunderte von Menschen bei grenzüberschreitenden Kämpfen getötet worden.

