Laut United24 Media deutet ein neuer IISS-Bericht darauf hin, dass Russland Schiffe seiner Schattenflotte genutzt haben könnte, um Drohnenoperationen über sensiblen Militär- und Nuklearstandorten in Europa zu unterstützen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Aktivitäten darauf abzielten, Schwachstellen in den Luftverteidigungssystemen der NATO aufzudecken.
Russland könnte Tanker seiner sogenannten Schattenflotte genutzt haben, um Drohnenoperationen über sensiblen Militär- und Nuklearanlagen in Europa zu unterstützen. Das berichtet United24 Media unter Berufung auf eine neue Studie des International Institute for Strategic Studies (IISS).
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die mutmaßliche Kampagne wahrscheinlich darauf abzielte, Schwachstellen in den europäischen Luftverteidigungssystemen zu identifizieren.
Drohnenaktivität
Laut United24 Media untersuchte das IISS 144 Drohnenvorfälle im Luftraum von zwölf NATO-Staaten und Irland zwischen August 2024 und Februar 2026.
Deutschland, Dänemark, Belgien und die Niederlande gehörten zu den am stärksten betroffenen Ländern. Etwa die Hälfte der Vorfälle betraf militärische Einrichtungen, darunter Stützpunkte mit US-Atomwaffen sowie einen französischen Stützpunkt für ballistische Raketen-U-Boote.
Die Forscher erklärten, die Aktivitäten hätten offenbar dazu gedient, die Fähigkeiten der europäischen Luftverteidigung zu testen und zu kartieren.
Rolle der Schattenflotte
United24 Media berichtet, das IISS halte es für wahrscheinlich, dass mit Russland verbundene Schiffe und Einheiten der Schattenflotte genutzt wurden, um Drohnen zu starten oder zu bergen oder als Relaisstationen für die Kommunikation zu dienen.
„Wir halten es für wahrscheinlich, dass mit Russland verbundene Schiffe und seine Schattenflotte als maritime Plattformen zum Start oder zur Bergung von Drohnen oder als Signalrelais genutzt wurden“, sagte Charlie Edwards, Mitautor des Berichts.
Während mehrere Regierungen die Vorfälle weiterhin untersuchen, haben europäische Behörden bislang weitgehend darauf verzichtet, Russland öffentlich für die Aktivitäten verantwortlich zu machen.
Sorgen um die Luftverteidigung
Laut United24 Media kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass die europäischen Luftverteidigungssysteme weiterhin besser auf Raketen und Kampfflugzeuge als auf kleine, langsam fliegende Drohnen ausgelegt sind.
Die Autoren bezeichneten Europas Reaktion als „uneinheitlich“ und „fragmentiert“ und argumentierten, dass die Zuordnung der Verantwortung häufig nur langsam erfolge und die verfügbaren Gegenmaßnahmen begrenzt seien.
Der Bericht stellt außerdem fest, dass die mutmaßliche Drohnenaktivität zurückgegangen sei, seit die Kontrollen von Schiffen mit Verbindungen zu Russlands Schattenflotte Anfang dieses Jahres verschärft wurden.
Quellen: United24 Media, International Institute for Strategic Studies (IISS)