Laut The Moscow Times besiegte Russland die Vereinigten Staaten mit 10:6 in einem Eishockey-Freundschaftsspiel in Moskau, das nach Angaben der Organisatoren einen breiteren Wirtschaftsdialog unterstützen und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verbessern sollte.
Russland hat eine US-amerikanische Mannschaft mit 10:6 in einem Eishockeyspiel in Moskau besiegt, das von den Organisatoren als Teil umfassenderer Bemühungen zur Förderung des Dialogs zwischen den beiden Ländern präsentiert wurde.
Laut The Moscow Times wurde das Freundschaftsspiel als mehr als nur eine Sportveranstaltung dargestellt. Die Organisatoren beschrieben es als Beitrag zu einem breiteren wirtschaftlichen und diplomatischen Austausch – trotz der angespannten Beziehungen seit Russlands umfassender Invasion der Ukraine.
Symbolisches Ereignis
Das Spiel, zu dem ausschließlich geladene Gäste Zutritt hatten, fand am Mittwoch im Kristall-Eispalast im Olympiakomplex Luschniki in Moskau statt. Die Zahl der Zuschauer war auf rund 500 begrenzt, berichtete The Moscow Times unter Berufung auf Sports.ru.
Vor dem Spiel erklärte der Berater des russischen Präsidenten, Anton Kobjakow:
„Dieses Spiel wird Teil eines umfassenderen Wirtschaftsdialogs werden.“
Putins Vorschlag
Laut The Moscow Times hatte Präsident Wladimir Putin erstmals während eines Telefongesprächs mit US-Präsident Donald Trump im März 2025 vorgeschlagen, Eishockeyspiele zwischen russischen und amerikanischen Spielern zu organisieren.
Der Kreml erklärte später, Trump habe die Idee unterstützt. Das Weiße Haus bestätigte diese Darstellung jedoch nicht öffentlich.
Gemischte Mannschaften
The Moscow Times berichtete unter Berufung auf die Financial Times, Robert Agee, Präsident der American Chamber of Commerce in Russland, habe erklärt, die Veranstaltung sei möglich geworden, nachdem mehrere US-amerikanische Eishockeyspieler einen privaten Besuch in Moskau geplant hätten.
Der frühere KHL-Manager in Peking, Scott MacPherson, war Kapitän der US-Mannschaft. Der Rest des Teams bestand Berichten zufolge überwiegend aus ehemaligen Spielern sowie Führungskräften amerikanischer Unternehmen mit Niederlassungen in Moskau.
Künftige Spiele
Zur russischen Mannschaft gehörten aktive NHL- und KHL-Spieler, Mitglieder der Hockey Hall of Fame, Regierungsvertreter und Musiker sowie Roman Rotenberg, der Sohn des Unternehmers Boris Rotenberg.
Vor dem Spiel erklärte die sowjetische Eishockeylegende und Duma-Abgeordnete Wjatscheslaw Fetissow, Putins weitergehende Vision professioneller Eishockeyspiele zwischen Russland und den USA werde voraussichtlich noch zwei bis drei Jahre benötigen, bis sie verwirklicht werden könne. Fetissow sagte außerdem, ein Rückspiel werde „wahrscheinlich“ in den Vereinigten Staaten stattfinden.
Quellen: The Moscow Times, Financial Times, Sports.ru