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„Das ist eine Chance für Putin, den Kollaps zu vermeiden“, sagt der ukrainische Außenminister über den Friedensvorschlag

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Der Rahmen besteht aus vier Punkten.

Die Ukraine verändert ihre Kommunikation mit der Welt. Nach Jahren der Abhängigkeit von ausländischer Hilfe positioniert sich das Land nun als wichtiger Garant der europäischen Stabilität.

Nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums erläuterte Außenminister Andrii Sybiha diese neue Haltung bei einer Sicherheitskonferenz in Ankara am 7. Juli. Er argumentierte, dass Erfolge auf dem Schlachtfeld und internationale Unterstützung Kyjiws Position erheblich gestärkt hätten.

Der Krieg selbst hat sich gewandelt. Er dreht sich nun um Luftüberlegenheit und Drohneninnovation – Bereiche, in denen die Ukraine laut Sybiha große Fortschritte gemacht habe.

Vier Schritte vorwärts

Um den Konflikt zu beenden, skizzierte der Außenminister vier zentrale Forderungen. Erstens wolle Kyjiw rechtsverbindliche Sicherheitsgarantien der Vereinigten Staaten, gefolgt von internationalen Truppen auf ukrainischem Boden mit Unterstützung Washingtons.

Drittens sieht der Plan den vollständigen Beitritt zur Europäischen Union vor. Schließlich benötige die Ukraine einen stetigen Nachschub an modernen Waffen, um künftige Invasionen abzuschrecken.

Sybiha bezeichnete diesen Plan als Rettungsanker für Moskau. „Der ukrainische Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist realistisch und umsetzbar. Dies ist eine Chance für Putin, den Kollaps zu vermeiden“, erklärte Sybiha und fügte hinzu, dass der russische Präsident auf dem Schlachtfeld nicht gewinnen könne.

Druck auf Moskau

Diese Strategie zielt darauf ab, die wirtschaftlichen und politischen Kosten für den Kreml in die Höhe zu treiben. Der Außenminister verwies dabei direkt auf die marode Infrastruktur und erklärte, dass der Druck bereits Wirkung zeige.

Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 stellten mehr als 1.700 russische Ölquellen ihren Betrieb ein. Zwischen 2022 und 2025 sank Russlands tägliche Ölproduktion um 7 Prozent.

Kyjiw demonstriert zudem seine militärische Unabhängigkeit. Sybiha bekräftigte, dass die Ukraine niemandes Erlaubnis benötige, um militärische Ziele innerhalb Russlands mit eigenen Langstreckenwaffen anzugreifen.

Blick nach Peking

Jenseits des Schlachtfeldes sucht die Ukraine nach neuen diplomatischen Kanälen. Sybiha erklärte, dass er eine Einladung des chinesischen Außenministers Wang Yi erhalten habe, China in Kürze zu besuchen.

Während erster Gespräche forderte der ukrainische Diplomat Peking auf, einen Waffenstillstand zu unterstützen.