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Russland plant die Ausweitung seiner Offensiven, warnt der Oberbefehlshaber der Ukraine

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Dem Oberbefehlshaber zufolge beabsichtigt Russland, seine Offensivoperationen in zwei Regionen zu verstärken und zudem eine Pufferzone zu schaffen.

Nach über vier Jahren Krieg in der Ukraine wachsen die Hoffnungen auf Frieden, doch neuen Geheimdienstinformationen zufolge werden sich diese Hoffnungen wohl nie erfüllen.

Trotz Berichten über stockende russische Fortschritte auf dem Schlachtfeld warnte Oleksandr Syrskyi, der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, dass die Kreml-Truppen planen, ihre Offensivoperationen in den Schlüsselregionen Dnipropetrowsk und Saporischschja auszuweiten.

Das russische Militär hofft Berichten zufolge außerdem, eine Pufferzone in den nördlichen Regionen der Ukraine zu schaffen. Obwohl es den ukrainischen Streitkräften gelungen ist, den russischen Truppen schwere Verluste zuzufügen, warnte Syrskyi, dass niemand den Feind unterschätzen sollte.

„Der Aggressor hat seine Pläne zur vollständigen Besetzung der Regionen Luhansk und Donezk nicht aufgegeben“, sagte Syrskyi. Er erklärte, dass Moskau nun die Intensität seiner Drohnen- und Raketenangriffe erhöhe und dabei mehr gelenkte Fliegerbomben einsetze. Der Druck steige.

Drängen auf Frieden

Der Anstieg der Luftangriffe geht mit einer wachsenden Zahl von Verbrechen gegen Zivilisten am Boden einher. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konzentriert sich die Ukraine auf den Ausbau ihrer militärischen Fähigkeiten. Das Land beabsichtigt, entschieden zurückzuschlagen.

„Deshalb stärken die Streitkräfte der Ukraine konsequent ihre Fähigkeiten, um dem Feind entschlossen entgegenzutreten und den Kreml letztendlich zu einem gerechten Frieden zu unseren Bedingungen zu zwingen“, fügte Syrskyi hinzu.

Dieser neue Vorstoß folgt auf eine Reihe von Misserfolgen des russischen Militärs. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 versuchte Moskau, entlang der gesamten Frontlinie eine massive Offensive durchzuführen, scheiterte jedoch daran, größere Ziele zu erreichen. Die Offensive kam schlicht zum Stillstand.

Verlangsamung des Vormarsches

Die kostspielige Kampagne brach zusammen, obwohl die russischen Streitkräfte einen massiven Vorteil auf dem Schlachtfeld hatten. Sie verfügten über fast doppelt so viele Soldaten und Waffen wie die ukrainischen Verteidiger. Doch Zahlen allein sicherten keinen Sieg.

Seitdem hat sich der Umfang der russischen Operationen erheblich verringert. Früher befahlen russische Kommandeure Angriffe in 13 verschiedenen Frontabschnitten. Nun können sie nur noch sechs oder sieben Frontabschnitte gleichzeitig bewältigen.

Die Geschwindigkeit des russischen Vormarsches ist ebenfalls um mehr als die Hälfte gesunken. Derzeit liegt das Verhältnis der Angriffsoperationen zwischen der Ukraine und Russland bei 40 zu 60. Die Initiative hat sich verschoben.