Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon kritisierte Präsident Donald Trumps erneute Forderung nach einer US-Kontrolle über Grönland und erklärte, die Äußerungen untergrüben das Vertrauen der europäischen Verbündeten und NATO-Partner in die Vereinigten Staaten.
Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon aus Nebraska hat Präsident Donald Trumps erneute Forderung nach einer US-Kontrolle über Grönland kritisiert und erklärt, die Äußerungen könnten die Beziehungen zu wichtigen europäischen Verbündeten beschädigen.
Wie der Daily Express berichtet, reagierte Bacon, nachdem Trump das Thema beim NATO-Gipfel in der Türkei erneut aufgegriffen und seine Ansicht wiederholt hatte, Grönland solle unter US-Kontrolle stehen.
Öffentliche Kritik
In einem Beitrag auf X warf Bacon dem Präsidenten vor, das Vertrauen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren NATO-Verbündeten zu untergraben.
„Die törichten Äußerungen des Präsidenten über Grönland schaden uns in Europa enorm. Grönland und Dänemark sind NATO-Verbündete. Dänemark hat in Afghanistan an unserer Seite gekämpft. Trumps Drohungen haben das Vertrauen, das die Europäer seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA hatten, erheblich geschwächt. Hört mit dem Unsinn auf.“
Wie der Daily Express berichtet, hatte Bacon Trumps Grönland-Vorstoß bereits zuvor als „völligen Unsinn“ bezeichnet.
Frühere Warnungen
Der Daily Express berichtete außerdem, Bacon habe davor gewarnt, dass ein militärisches Vorgehen gegen Grönland zu einem Amtsenthebungsverfahren führen könnte.
„Es wäre ein völliger Fehler, einen Verbündeten anzugreifen. Das wäre katastrophal für unsere Verbündeten und überhaupt für alles. Meiner Ansicht nach ist das die schlechteste Idee überhaupt“, sagte Bacon Anfang dieses Jahres.
Obwohl Bacon während Trumps erster Amtszeit gegen beide Amtsenthebungsverfahren gestimmt hatte, erklärte er später laut Daily Express, er würde „in diese Richtung tendieren“, sollte Trump versuchen, in Grönland einzumarschieren.
Weitere Reaktionen
Der Daily Express berichtete außerdem, dass die republikanische Senatorin Lisa Murkowski Bacons Position unterstützte und erklärte, der Kongress solle die Souveränität Grönlands verteidigen.
Dänemark und Grönland haben Trumps Vorschlag wiederholt zurückgewiesen.
„Grönland steht nicht zum Verkauf, genauso wenig wie es 2019 zum Verkauf stand“, sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen im Januar.
Auch Grönlands Premierminister Múte Bourup Egede erklärte: „Wir sind keine Dänen, wir sind Grönländer. Wir haben die volle Hoheit über unser eigenes Land und werden nicht wie eine Ware verkauft oder gekauft.“
Quellen: Daily Express