Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russlands Suche nach importiertem Treibstoff zeige die Auswirkungen des Krieges auf die Wirtschaft des Landes. Zudem sagte er, Boris Jelzin hätte möglicherweise einen anderen Nachfolger gewählt, wenn er diese Entwicklung vorausgesehen hätte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russlands Notwendigkeit, trotz seiner Rolle als einer der größten Energieexporteure der Welt Treibstoff zu importieren, verdeutliche die wirtschaftlichen Folgen des groß angelegten Krieges gegen die Ukraine.
Wie Ukrainska Prawda berichtet, äußerte Selenskyj dies während einer Online-Pressekonferenz mit Journalisten, bei der er über die Auswirkungen ukrainischer Angriffe auf den russischen Energiesektor sprach.
Treibstoffknappheit
Selenskyj sagte, die Ukraine habe Russlands Möglichkeiten bereits eingeschränkt, ausreichende Treibstofflieferungen aus Ländern zu sichern, die Moskau als neutral betrachtet.
Russlands Treibstoffproduktion wurde in den vergangenen Monaten wiederholt durch ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien und andere Energieinfrastruktur beeinträchtigt.
Wie Ukrainska Prawda berichtet, argumentierte er, Moskau suche nun im Ausland nach Treibstoff, obwohl Energieexporte historisch eine tragende Säule der russischen Wirtschaft gewesen seien.
Bemerkung über Jelzin
Mit Blick auf die aktuelle Lage erklärte Selenskyj, der frühere russische Präsident Boris Jelzin hätte sich vermutlich anders entschieden, wenn er die heutige Situation des Landes vorausgesehen hätte.
„Unter uns: Ich glaube, wenn [Boris] Jelzin gewusst hätte, dass Russland in gut 20 Jahren Energie importieren statt exportieren würde, weil es sich auf törichte Weise dazu entschlossen hat, einen Krieg zu beginnen, dann hätte Jelzin einen anderen Nachfolger gewählt.“
Quellen: Ukrainska Prawda