Trumps Popularität erleidet einen schweren Schlag trotz Behauptungen von Rekordunterstützung.
Donald Trump erklärte kürzlich, seine Zustimmungswerte seien höher als je zuvor.
Frische Umfragen, die nur Tage später veröffentlicht wurden, zeichnen ein völlig anderes Bild und deuten darauf hin, dass der US-Präsident die schwächste öffentliche Unterstützung seiner zweiten Amtszeit erfährt, während sich der Kampf um die Zwischenwahlen im nächsten Jahr abzeichnet.
Eine Umfrage von Economist/YouGov, die zwischen dem 3. und 6. Juli durchgeführt wurde, ergab, dass 35 Prozent der Befragten Trumps Amtsführung billigen, während 61 Prozent sie missbilligen.
Das belässt den Präsidenten bei einem Netto-Zustimmungswert von minus 26, was dem niedrigsten Wert entspricht, der während seiner aktuellen Präsidentschaft verzeichnet wurde.
Eine weitere Umfrage, die von Focaldata am 6. Juli veröffentlicht wurde, kam zu einem ähnlichen Ergebnis und bezifferte Trumps Netto-Zustimmungswert auf minus 23.
Die Ergebnisse stehen in scharfem Kontrast zu Trumps eigener Einschätzung seiner Position bei den Wählern.
„Höchste Umfragewerte aller Zeiten. Sogar höher als am Wahltag, dem 5. November.
Dies trotz der Tatsache, dass DER IRAN KEINE ATOMWAFFE HABEN WIRD!“
schrieb Trump am 29. Juni auf Truth Social.
Das Weiße Haus weist die Ergebnisse zurück
Das Weiße Haus hat die Umfrageergebnisse zurückgewiesen.
Sprecher Davis Ingle sagte, kein früherer Präsident habe mehr für das amerikanische Volk erreicht, und argumentierte, Trump schaffe weiterhin Arbeitsplätze, reduziere die Inflation und verbessere die Erschwinglichkeit von Wohnraum.
Laut der Regierung entfalten die politischen Maßnahmen des Präsidenten noch ihre Wirkung, und die öffentliche Meinung werde diese Ergebnisse im Laufe der Zeit widerspiegeln.
Trump hat ungünstige Umfragen seit langem angegriffen
Trump hat Meinungsumfragen wiederholt infrage gestellt, wann immer Erhebungen sinkende Unterstützung gezeigt haben.
Anfang dieses Jahres warf er Teilen der Medien vor, absichtlich irreführende Zahlen zu veröffentlichen.
„Gefälschte und betrügerische Umfragen sollten praktisch eine Straftat sein.“
Er behauptete auch, dass bestimmte Medienorganisationen während früherer Wahlkämpfe wissentlich ungenaue Umfragen veröffentlicht hätten, um Wähler zu beeinflussen, während er argumentierte, dass Umfrageinstitute, die seine Siege korrekt vorhergesagt hätten, wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhielten.
Angesichts der näher rückenden Zwischenwahlen dürften die jüngsten Umfragen die Prüfung darüber verstärken, ob Trumps öffentliche Unterstützung zu erodieren beginnt – oder ob, wie das Weiße Haus betont, die Umfragen die Wählerstimmung nicht erfassen.