Startseite Krieg Sogar Putin gibt zu: Ukrainische Langstreckenkampagne schadet Russland

Sogar Putin gibt zu: Ukrainische Langstreckenkampagne schadet Russland

Putin
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Er versuchte, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, doch die Zahlen zeigen, dass Russlands heimische Produktion bei Weitem nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken.

In einer Rede, die von russischen Staatsmedien ausgestrahlt wurde, richtete Wladimir Putin eine ernste Warnung an die Ukraine. Bei einem patriotischen Forum versprach der russische Präsident eine massive Reaktion auf die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe innerhalb seiner Grenzen, wie TASS berichtete.

Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS behauptete Putin, Moskaus Vergeltung werde um ein Vielfaches stärker ausfallen als die ursprünglichen Angriffe.

„Der Feind werde es in zunehmendem Maße zu spüren bekommen“, warnte er, während der Konflikt eskaliere.

Doch hinter der harten Rhetorik steht der Kreml vor einer schwierigen Realität vor Ort. Seit Wochen zielen ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und verursachen massive Störungen in der heimischen Treibstoffproduktion.

Schmerz an der Zapfsäule

Putin räumte offen ein, dass die Ukraine Russland bei der Erdölversorgung echte Schwierigkeiten bereitet habe. Dennoch versuchte er, die Öffentlichkeit zu beruhigen.

Er betonte, der russische Energiesektor bleibe „solide und widerstandsfähig“, und versprach, „die Lage werde sich mit der Zeit allmählich verbessern“.

Die tatsächlichen Zahlen offenbaren eine weitaus düsterere Realität. Da Drohnenangriffe wichtige Ölraffinerien außer Gefecht gesetzt haben, waren mehrere große Anlagen gezwungen, den Betrieb vollständig einzustellen.

Derzeit deckt die russische Benzinproduktion nur etwa 65 % des saisonalen Bedarfs, wie Reuters am 10. Juli berichtete.

Der russische Vizepremierminister Alexandr Novak bestätigte, dass Drohnenangriffe auf Raffinerien die Hauptursache für die Engpässe seien. Die Auswirkungen seien auch beim Militär spürbar. Laut der Widerstandsbewegung Atesh hätten Kommandeure bereits die Treibstoffversorgung für Luftverteidigungseinheiten in der Südukraine eingeschränkt.

Die Halbinsel schützen

Um den Engpässen entgegenzuwirken, arbeitet Moskau fieberhaft daran, ein neues Logistiknetzwerk aufzubauen, um die besetzte Krim zu versorgen. Putin behauptete, das neue System werde stark abgeschirmt sein.

Er versprach, „es werde für den Feind sehr schwierig sein, es zu erreichen“, sobald der Bau abgeschlossen sei.

Ob dieses neue Netzwerk den anhaltenden Luftangriffen tatsächlich standhalten kann, bleibt abzuwarten. Vorerst bleibt der Kreml in der Defensive.

Die Verteidigung seines fragilen Energienetzwerks bei gleichzeitigem Betrieb einer massiven Kriegsmaschine erweist sich als eine sehr kostspielige Herausforderung.