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Geheime Tonaufnahme überführt RFK Jr. bei Verstoß gegen Bundesgesetz zur Untergrabung von US-Wahlen

Geheime Tonaufnahme überführt RFK Jr. bei Verstoß gegen Bundesgesetz zur Untergrabung von US-Wahlen
U.S. Senate Senate Committee on Health, Education, Labor and Pensions, Public domain, via Wikimedia Commons

Angesichts der Beweise zeichnete er das Bild eines Kabinettsmitglieds, das ohne Regeln agiert.

Politische Wahlkämpfe sind komplex, und der Kampf um den Kongress führt oft zu intensiven Verhandlungen hinter den Kulissen.

Manchmal überschreiten diese stillen Gespräche eine gefährliche rechtliche Grenze.

Nun sieht sich ein hochrangiger Beamter mit schwerwiegenden Vorwürfen wegen geheimer Telefonanrufe konfrontiert, die im Eifer eines knappen Rennens getätigt wurden.

Eine formelle Beschwerde

Der demokratische Senator Ron Wyden fordert laut Telegraph Herald eine offizielle Untersuchung gegen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. wegen möglicher Wahlbeeinflussung.

Wyden reichte am Montag eine Beschwerde beim U.S. Office of the Special Counsel ein. Die unabhängige Behörde fungiert als Aufsichtsorgan für bundesstaatliche Regeln des öffentlichen Dienstes.

Der Senator behauptet, der Gesundheitsminister habe während jüngster Telefonanrufe gegen den Hatch Act verstoßen. Dieses 1939 verabschiedete Bundesgesetz verbietet Regierungsmitarbeitern, ihre offizielle Position zur Beeinflussung von Wahlkämpfen zu nutzen.

Druck auf Außenseiter

Die Vorwürfe konzentrieren sich auf zwei knappe Kongresswahlen in Iowa. Der Bundesstaat umfasst mehrere Wahlbezirke, die darüber entscheiden könnten, welche Partei das Repräsentantenhaus kontrolliert.

Anfang Juni soll Kennedy Marco Battaglia und Rick Stewart angerufen haben. Beide Männer traten als libertäre Kandidaten in hart umkämpften Wahlbezirken an, in denen jede einzelne Stimme zählt.

Laut The Associated Press soll Kennedy versucht haben, beide Männer zum Rückzug zu bewegen. Wyden behauptet, der Gesundheitsminister habe das Feld räumen wollen, damit republikanische Kandidaten diese entscheidenden Sitze für Präsident Donald Trump sichern könnten.

Geheime Aufnahmen

Die Kontroverse brach öffentlich aus, nachdem eine Tonaufnahme aufgetaucht war. Hinter verschlossenen Türen zeichnete ein staatlicher Politiker das Gespräch zwischen Kennedy und Stewart heimlich auf.

Während des Gesprächs soll Kennedy angeboten haben, als Brücke zum Weißen Haus zu fungieren. Er soll sogar angedeutet haben, er könne dem Kandidaten helfen, eine andere Regierungsrolle zu finden, falls dieser zurücktrete.

Wyden argumentierte, dieses angebliche Angebot einer Bundesstelle sei völlig illegal. In seinem formellen Schreiben beschrieb der Senator das stille Manövrieren als klaren Machtmissbrauch.

Forderung nach Rechenschaft

Wyden hielt seine Frustration in den offiziellen Dokumenten nicht zurück. Angesichts der Beweise zeichnete er das Bild eines Kabinettsmitglieds, das ohne Regeln agiert.

„Kennedy hat sechzehn Monate lang seine offizielle Position genutzt, um die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Mitamerikaner zu untergraben, und nun nutzt er seine offizielle Position auch, um die Integrität demokratischer Wahlen zu untergraben“, schrieb Wyden.

Der Senator warnte, der Gesundheitsminister reise als Wahlkampfhelfer durch das Land. Aus diesem Grund vermutet Wyden, dass ähnliche illegale Telefonanrufe auch anderswo stattfinden könnten.

Bislang hat die Regierung auf die wachsende Kontroverse nicht reagiert.

Quellen: The Associated Press, Telegraph Herald