Aufnahmen zeigen, wie die Drohne zunächst Abstand hält, bevor sie sich rasch nähert.
Am Mittwochmorgen vollbrachten die ukrainischen Streitkräfte eine seltene und äußerst schwierige taktische Meisterleistung, indem sie einen hochentwickelten russischen Kampfhubschrauber vom Typ Mi-28, bekannt als „Nachtjäger“, abschossen.
Das Militär erreichte dies mithilfe einer einfachen, ferngesteuerten Drohne. Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme ereignete sich der Angriff gegen 10 Uhr Kiewer Zeit.
Der Vorfall ereignete sich über der russischen Region Belgorod, nahe dem Dorf Wjasowoje. Er markiert einen bedeutenden und dramatischen Moment im anhaltenden Grenzkonflikt.
„Der miese Mi-28 ‚Nachtjäger‘ kreischte zu Boden“, scherzte SBS-Kommandant Robert „Madyar“ Brovdi bei der Beschreibung des Angriffs.
Der Millionen-US-Dollar-Absturz
Brovdi schrieb den Abschuss den Operatoren der 427. Separaten Brigade Rarog zu. Die Einheit setzte eine schnelle FPV-Drohne (First-Person View) ein, um den Hubschrauber in der Luft abzufangen.
Normalerweise gilt es als nahezu unmöglich, einen schnell fliegenden Hubschrauber mit einer kleinen Drohne zu treffen. Luftfahrzeuge bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit und ändern ständig Höhe und Richtung, um Gefahren auszuweichen.
Dies auf russischem Territorium zu tun, macht es noch schwieriger. Die Operatoren müssen Störsignale umgehen, während sie ein Ziel verfolgen und dabei nur sehr wenig Zeit zum Handeln haben.
„Wie das Video zeigt, haben die Operatoren der 427. Separaten Brigade Rarog diese Mission erfolgreich erfüllt“, betonten die Streitkräfte für unbemannte Systeme.
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Ein tödlicher Rivale
Militärischen Schätzungen zufolge kostet der Mi-28-Hubschrauber rund 18 Millionen US-Dollar. Russland entwickelte die schwere Maschine ursprünglich, um mit dem Kampfhubschrauber Ka-52 zu konkurrieren.
Der Hubschrauber hat eine zweiköpfige Besatzung und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde. Er unterstützt Bodentruppen in der Regel aus der Luft mit einer schweren 30-mm-Automatikkanone und Raketen.
Doch keine dieser Waffen rettete den teuren Hubschrauber vor einer billigen Drohne. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, wie kostengünstige Technologie die Regeln des modernen Luftkampfes neu schreibt.
