Die Europäische Kommission plant ein umfassendes neues Einreiseverbot, um zehntausenden ausländischen Staatsangehörigen und Russen, die in Putins Armee gekämpft haben, dauerhaft die Einreise in die EU zu verwehren.
Die Europäische Kommission will ihre Grenzen dauerhaft für jeden schließen, der für Wladimir Putin zu den Waffen gegriffen hat. Laut einem aktuellen Bericht von United24 Media enthält das geplante 21. Sanktionspaket gegen Russland ein strenges Einreiseverbot, das sowohl russische Staatsbürger als auch die zehntausenden ausländischen Staatsangehörigen in den russischen Streitkräften betrifft.
„Europa bleibt für jeden tabu, der sich an der Invasion der Ukraine beteiligt hat“, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die beispiellose Maßnahme soll sicherstellen, dass die Personen, die Moskaus Kriegsmaschinerie antreiben, auch lange nach Ende der Kämpfe dauerhafte Konsequenzen spüren.
Seit Beginn der umfassenden Invasion hat der ukrainische Geheimdienst über 28.000 ausländische Staatsangehörige aus mindestens 136 Ländern identifiziert, die unter russischem Vertrag kämpfen.
Verfolgung von Kriegsverbrechern über europäische Grenzen hinweg
Trotz strengerer Visabestimmungen aus dem Jahr 2022 nimmt der russische Tourismus in Europa weiter zu. So stellten die Schengen-Staaten im Jahr 2025 insgesamt 480.000 Touristenvisa für russische Staatsbürger aus. Dies wirft ernsthafte Sicherheitsbedenken auf, da Personen mit Verbindungen zur Invasion dabei beobachtet wurden, wie sie europäische Freiheiten genießen.
So floh etwa Andrey Medvedev, ein ehemaliger Kommandeur der Wagner-Söldner, 2023 nach Norwegen. Seitdem reiste er ungehindert durch Europa, besuchte Paris, Oslo und die Schweiz und geriet dabei wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt. Gleichzeitig kämpfen ideologische Extremisten wie der Brite Ben Stimson oder der französische Drohnenkommandant Sergei Munier weiterhin für Russland – in dem vollen Bewusstsein, dass ihnen bei einer Rückkehr in die Heimat eine sofortige Inhaftierung droht.
In die Schützengräben gelockt
Russlands ausländische Rekruten sind keine homogene Gruppe. Während einige ideologische Unterstützer oder Extremisten sind, werden viele andere aus Asien, Afrika und Lateinamerika mit falschen Versprechungen auf Bildung, lukrative Jobs oder ein besseres Leben angelockt. Einmal in Russland, werden sie massiv unter Druck gesetzt oder getäuscht, um Militärverträge zu unterzeichnen, und direkt an die Front geschickt. Ein Ende 2025 unterzeichnetes Dekret zwingt sogar ausländische Männer, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung anstreben, zum Militärdienst.
Sollte der Vorschlag der Europäischen Kommission vollständig angenommen werden, wird der Dienst im russischen Militär zu einer dauerhaften Belastung. Für die Tausenden von ausländischen Rekruten, die derzeit in der Ukraine im Einsatz sind, soll die Aussicht, dauerhaft aus der freien Welt ausgesperrt zu werden, als starke Abschreckung dienen.