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Steigende Temperaturen lösen Debatte über Änderung des britischen Schulprüfungsplans aus

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Steigende globale Temperaturen zwingen uns langsam dazu, die Gestaltung unseres täglichen Lebens zu überdenken.

Von der Art, wie wir unsere Häuser bauen, bis hin zur Führung unserer öffentlichen Dienste – alte Routinen geraten zunehmend in Konflikt mit einer wärmeren Welt, berichtet die BBC.

Zu heiß zum Denken

Der Sommer war für Schülerinnen und Schüler lange Zeit eine gefürchtete Periode. Da Hitzewellen intensiver werden, machen stickige Klassenzimmer und überhitzte Sporthallen es Kindern nahezu unmöglich, ihre Bestleistungen zu erbringen.

Nun warnen Politiker und Klimaexperten, dass der traditionelle Schulkalender möglicherweise drastisch überarbeitet werden muss.

Der grüne Abgeordnete Adrian Ramsay schlug während einer Parlamentsdebatte Alarm. Er argumentierte, dass das Vereinigte Königreich sein Bildungssystem schnell an unseren sich erwärmenden Planeten anpassen müsse.

„Unsere Infrastruktur in diesem Land ist einfach nicht für die Hitze ausgelegt, die wir jetzt erleben, und wir müssen erkennen … dies ist eine neue Klimarealität“, warnte Ramsay.

Verschiebung des Kalenders

Der Abgeordnete schlug eine einfache, aber weitreichende Änderung vor. Er regte an, entscheidende Prüfungen in eine deutlich kühlere Jahreszeit zu verlegen.

„Könnten Prüfungen zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr abgehalten werden, vielleicht ein paar Monate früher?“, schlug Ramsay gegenüber BBC Suffolk vor.

Bereits im vergangenen Jahr forderte Baroness Brown, Leiterin des Ausschusses für Klimaanpassung des Vereinigten Königreichs (Adaptation for the UK Committee on Climate Change), die Verantwortlichen auf, die Juni-Prüfungen abzuschaffen. Sie erklärte der BBC, dass erdrückende Hitze die Konzentration der Studierenden beeinträchtige.

Eine Mammutaufgabe

Die Neugestaltung des Schuljahres ist jedoch leichter gesagt als getan. Schulleiter warnen, dass der gesamte akademische Kalender viel zu starr sei.

Dave Lee-Allen von der Suffolk Association of Secondary Headteachers erklärte der BBC, dass die Idee zwar gut sei, aber eine vollständige Umstrukturierung erfordern würde.

„Die Idee selbst hat viel Glaubwürdigkeit, aber man müsste das gesamte System dekonstruieren und neu kalibrieren, damit die Prüfungen zu einem anderen Zeitpunkt abgelegt werden können“, erläuterte Lee-Allen.

Unterdessen betont das Bildungsministerium, dass es bereits an dem Problem arbeite, indem es ältere Schulen saniere. Laut Beamten ergreift die Regierung „Maßnahmen, um die potenziellen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche, einschließlich der Bildung, zu verstehen, damit wir Störungen des Lernens verhindern können.“

Quellen: BBC