Politisches Transparent löst FIFA-Untersuchung aus – doch Argentinien erhält vor dem Finale eine wichtige Atempause.
Politische Spannungen rund um die Weltmeisterschaft haben sich nur wenige Tage vor dem Finale am Sonntag verschärft, da die FIFA nun Berichte über argentinische Spieler nach deren Sieg über England prüft.
Eine Kontroverse brach nach dem Halbfinale aus, als Mitglieder des argentinischen Kaders mit einer Flagge feierten, die auf die Falklandinseln Bezug nahm, während Fans auf den Tribünen Transparente mit der Botschaft zeigten, dass die Inseln zu Argentinien gehören.
Schnell folgten Forderungen nach Disziplinarmaßnahmen, wobei Kritiker argumentierten, dass politische Botschaften nichts in Fußballstadien zu suchen hätten, und die FIFA zum Eingreifen aufforderten.
FIFA prüft den Vorfall
Trotz des wachsenden Drucks bleiben Argentiniens Vorbereitungen für das Weltmeisterschaftsfinale gegen Spanien vorerst unverändert.
Die FIFA bestätigte, dass ihr unabhängiges Disziplinarkomitee mit der Prüfung der Umstände der Feierlichkeiten nach dem Spiel begonnen hat, obwohl noch keine sofortigen Sanktionen verhängt wurden.
„Wie es dem Standardverfahren entspricht, bewertet das unabhängige Disziplinarkomitee der FIFA derzeit die Spielberichte und berücksichtigt die relevanten Umstände, bevor es über mögliche weitere Schritte auf der Grundlage des FIFA-Disziplinarreglements entscheidet“, sagte ein FIFA-Sprecher gegenüber LADbible.
Die Disziplinarvorschriften der FIFA verbieten politische, beleidigende oder diskriminierende Transparente, Flaggen und ähnliches Material in Stadien. Berichte aus Spanien deuten darauf hin, dass etwaige Disziplinarmaßnahmen, sollten sie als notwendig erachtet werden, voraussichtlich nicht vor Abschluss des Turniers entschieden werden, wodurch die beteiligten Spieler für das Finale am Sonntag spielberechtigt bleiben.
Britische Regierung unterstützt Untersuchung
Die Reaktionen haben sich über den Fußball hinaus ausgeweitet.
Die britische Regierung unterstützte öffentlich Forderungen an die FIFA, den Vorfall zu untersuchen, und bekräftigte damit die langjährige Haltung des Vereinigten Königreichs zur Souveränität der Falklandinseln.
„Die Weltmeisterschaft mag nicht uns gehören, aber die Falklandinseln tun es definitiv“, sagte eine Sprecherin der Downing Street.
Regierungsvertreter bekräftigten zudem, dass das Prinzip der Selbstbestimmung den Inselbewohnern zustehe, und betonten, dass Großbritanniens Engagement für die Falklandinseln unverändert bleibe.
Die FIFA hat nicht angegeben, wann ihr Disziplinarkomitee voraussichtlich eine endgültige Entscheidung treffen wird, wodurch die Angelegenheit ungelöst bleibt, während Argentinien seine Vorbereitungen für das Weltmeisterschaftsfinale gegen Spanien fortsetzt.