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Russland will Rekrutierung von Strafgefangenen für den Krieg in der Ukraine ausweiten

Russia, soldier, flag
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Russland bereitet eine Gesetzesänderung vor, die es dem Militär ermöglichen würde, Strafgefangene zu rekrutieren, die wegen eines breiteren Spektrums schwerer Straftaten verurteilt wurden, da der Kreml zusätzliche Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine benötigt.

Russland bereitet eine Ausweitung der Kategorien verurteilter Straftäter vor, die für den Einsatz im Krieg gegen die Ukraine angeworben werden können. Damit versucht der Kreml, seine militärische Personalstärke nach mehr als drei Jahren Krieg wieder aufzustocken.

Wie Digi24 unter Berufung auf die Moscow Times berichtet, würde ein der Staatsduma vorgelegter Gesetzentwurf dem Verteidigungsministerium ermöglichen, Militärverträge mit Strafgefangenen abzuschließen, die bislang wegen Verurteilungen für bestimmte schwere Straftaten vom Militärdienst ausgeschlossen waren.

Erweiterter Personenkreis

Die vorgeschlagene Gesetzesänderung würde Beschränkungen aufheben, die derzeit Personen mit Verurteilungen nach mehreren Artikeln des russischen Strafgesetzbuchs daran hindern, dem Militär beizutreten.

Wie Digi24 unter Berufung auf die Moscow Times berichtet, könnten künftig unter anderem Personen infrage kommen, die wegen Schmuggels von Bargeld oder strategisch wichtigen Gütern, Mitgliedschaft in bewaffneten kriminellen Gruppen, Sabotage an kritischer Infrastruktur – einschließlich Cyberangriffen – sowie Verstößen gegen Vorschriften zur industriellen Sicherheit verurteilt wurden.

Die Änderungen würden zudem für Personen gelten, die wegen des illegalen Umgangs mit oder Diebstahls von Kernmaterial, der Organisation illegaler Migration, des Verlusts von Dokumenten mit Staatsgeheimnissen und – sofern das Gesetz verabschiedet wird – wegen Drogendelikten verurteilt wurden.

Rekrutierungsoffensive

Wie Digi24 unter Berufung auf die Moscow Times berichtet, begann Russland zunächst über die Wagner-Gruppe mit der Rekrutierung von Strafgefangenen, bevor diese Praxis später vom Verteidigungsministerium übernommen wurde.

Im November 2022 genehmigten die russischen Behörden die Rekrutierung von Strafgefangenen, die unter anderem wegen Mordes, Raubes und schweren Raubes verurteilt worden waren. Im Juni 2023 wurde die Regelung auf Tatverdächtige ausgeweitet und später auch auf Angeklagte, deren Verfahren bereits vor Gericht anhängig waren.

Dem Bericht zufolge erfolgt der jüngste Vorstoß zu einem Zeitpunkt, an dem der Kreml die Truppenstärke erhöhen will, nachdem das frühere Reservoir an rekrutierten Strafgefangenen während der Kämpfe um Bachmut weitgehend erschöpft worden war.

Von der Moscow Times zitierte Analysten gehen zudem davon aus, dass Russland im Zuge des andauernden Krieges gegen die Ukraine nach den Wahlen im Herbst die Voraussetzungen für umfassendere Mobilisierungsmaßnahmen schaffen könnte.

Quellen: Digi24, The Moscow Times