Globale Sportgroßereignisse bieten Staats- und Regierungschefs normalerweise eine kurze Atempause von Geopolitik und Sicherheitsfragen.
Doch wenn hochrangige politische Persönlichkeiten vor Fernsehkameras treten, kann sich eine festliche Atmosphäre schnell in einen intensiven internationalen Konflikt verwandeln, berichtet der Irish Star.
Fokuswechsel
Nach dem Besuch des WM-Finales in New Jersey landete Präsident Donald Trump auf der Joint Base Andrews in Maryland. Auf dem Rollfeld versammelten sich Reporter von NewsNation, um ihn nach dem Spiel zu fragen.
Das Fußballfinale war gerade mit einer 1:0-Niederlage für Argentinien gegen Spanien zu Ende gegangen. Trump hielt seine erste Antwort kurz. „Es war großartig. Es war ein großartiges Ereignis, ja“, sagte er den Reportern.
Die Stimmung änderte sich abrupt. Trump lenkte das Gespräch vom Sport weg und hin zu den Spannungen im Nahen Osten.
Er richtete eine scharfe Warnung direkt an Teheran. „Der Iran kann keine Atomwaffen besitzen. Der Iran ist sehr, sehr stark geschädigt worden. Militärisch haben sie fast alles verloren“, erklärte Trump.
Prahlerei mit militärischer Stärke
Laut dem Irish Star fuhr der 80-jährige Präsident fort, indem er die strategische Kontrolle über wichtige Wasserstraßen darlegte und Teheran direkt bedrohte. „Sie haben einige Raketen“, bemerkte Trump und fügte hinzu: „Sie haben einige Drohnen. Wir kontrollieren die Straße. Sie kontrollieren nichts. Wir werden also sehen, was passiert.“
Er verwies auch auf jüngste Militäraktionen. „Wir haben sie heute Nacht hart getroffen, und das taten wir zu Ehren der wahrscheinlich drei anstatt zwei großartigen Patrioten“, fügte er hinzu.
Trump lobte die Verteidigungsausgaben und behauptete: „Wir tätigen eine Rekordinvestition in unsere Streitkräfte. Wir haben das mit Abstand stärkste und mächtigste Militär der Welt. Ich habe es während meiner ersten Amtszeit aufgebaut.“
Anschließend beanspruchte er weitreichende Siege im Ausland. „Und leider sind wir jetzt gezwungen, es einzusetzen. Wir haben in Venezuela gewonnen, das jetzt mit uns zusammenarbeitet, um Millionen und Millionen Öl zu produzieren“, beharrte er und fügte hinzu: „Wir gewinnen ebenfalls groß im Iran. Sie werden die Früchte dieser Arbeit sehr, sehr bald sehen.“
Auslösen von Online-Gegenwind
Die Live-Übertragung löste sofort starke Kritik auf Social-Media-Plattformen aus. Kritiker warfen dem Präsidenten vor, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.
Ein wütender Zuschauer schrieb: „Die Straße von Hormus ist aber geschlossen! Dieser Kerl weiß nicht, was los ist! Er lügt also unverhohlen in die Kamera!“
Ein anderer Nutzer griff seine Ausdrucksweise an und postete: „Kann nicht einmal einen zusammenhängenden Satz bilden! Alles, was er tut, ist, eine Lüge nach der anderen zu schleudern!“
Nicht jeder stimmte der harschen Reaktion zu. Ein Unterstützer postete: „Noch zwei Wochen! Der Iran ist erledigt! Und der Preis für alles sinkt!“
Quellen: Irish Star