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Musks xAI wird vorgeworfen, die Umwelt zu schädigen und Wohngebiete zu verschmutzen

Musks xAI wird vorgeworfen, die Umwelt zu schädigen und Wohngebiete zu verschmutzen
FotoField/shutterstock.com

Die NAACP hat Elon Musks xAI verklagt und wirft dem Unternehmen vor, mit seinem Rechenzentrum in Mississippi gegen den Clean Air Act zu verstoßen, indem es Gasturbinen betreibt, die Schadstoffe ausstoßen, welche mit Atemwegserkrankungen, Herzkrankheiten und Krebs in Verbindung gebracht werden.

Elon Musks KI-Unternehmen xAI sieht sich mit einer Bundesklage konfrontiert. Darin wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass Emissionen eines seiner Rechenzentren in Mississippi Anwohner schädlichen Luftschadstoffen aussetzen.

Wie die Irish Star berichtet, wirft die NAACP der Anlage vor, Dutzende Gasturbinen ohne die erforderlichen Genehmigungen zu betreiben und damit gegen den US-amerikanischen Clean Air Act zu verstoßen.

Streit um Emissionen

Die im April eingereichte Klage wirft xAI vor, dass methangasbetriebene Turbinen zur Stromversorgung des Rechenzentrums in Southaven giftige Schadstoffe in benachbarte Wohngebiete ausstoßen. Die Anlage dient hauptsächlich dem Betrieb von Musks KI-Chatbot Grok.

Wie die Irish Star berichtet, behauptet die NAACP, xAI habe 57 Gasturbinen betrieben, die jährlich mehr als 5.000 Tonnen Stickoxide sowie Feinstaub und Chemikalien wie Formaldehyd ausstoßen. Nach Auffassung der Organisation stehen diese Schadstoffe mit einem erhöhten Risiko für Asthma, Herzkrankheiten, Atemwegserkrankungen und Krebs in Verbindung.

„Gesetze wie der Clean Air Act sind ein grundlegender Schutzmechanismus für Gemeinden, um Umweltverschmutzer für Entscheidungen zur Verantwortung zu ziehen, die ihnen Schaden zufügen“, sagte Abre’ Conner, Direktorin für Umwelt- und Klimagerechtigkeit der NAACP. „Darüber sollte es keine Debatte geben.“

Justizministerium greift ein

Dem Bericht zufolge schaltete sich die Trump-Regierung im Juni in den Fall ein, nachdem das US-Justizministerium ein Bundesgericht aufgefordert hatte, die Klage abzuweisen.

In den Gerichtsunterlagen argumentierte das Justizministerium, dass die Arbeit von xAI im Bereich der künstlichen Intelligenz für die US-Wirtschaft und die nationale Sicherheit von Bedeutung sei. Dabei verwies es auf den militärischen Einsatz von Grok während des Konflikts mit dem Iran. Außerdem vertrat das Ministerium die Auffassung, dass Bürgerklagen nach dem Clean Air Act in diesem Fall abgewiesen werden könnten.

„Das Justizministerium wird nicht tatenlos zusehen, wie private Organisationen Umweltgesetze nutzen, um unsere nationale Sicherheit zu untergraben“, sagte Adam Gustafson, Deputy Assistant Attorney General der Abteilung für Umwelt und natürliche Ressourcen des Justizministeriums.

Rechtliche Auseinandersetzung

Wie die Irish Star berichtet, hat die NAACP zudem eine weitere Klage gegen ein anderes xAI-Rechenzentrum in Memphis eingereicht, das sich in der Nähe historisch afroamerikanischer Wohnviertel befindet. Beide Verfahren gehören zu einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten über die Umweltauswirkungen großer Rechenzentren.

Laura Thoms, Leiterin der Rechtsdurchsetzung bei Earthjustice, die die NAACP gemeinsam mit dem Southern Environmental Law Center vertritt, wies die Argumentation der Bundesregierung zurück.

„Dafür gibt es weder einen moralischen noch einen rechtlichen Präzedenzfall“, sagte Thoms.

„Hier geht es nicht um nationale Sicherheit. Es ist ein verzweifelter Versuch, wohlhabende Technologieunternehmen davor zu schützen, die Gesetze einzuhalten, die Menschen vor Umweltverschmutzung schützen sollen.“

Quellen: The Irish Star