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„In diesem Krieg wird niemand gewinnen“: Selenskyj-Berater spricht deutliche Warnung an Russland aus

Volodymyr Zelensky
President of Ukraine Volodymyr Zelenskyy Official website / Wiki Commons

Die Ukraine und Russland befinden sich in einem verheerenden Abnutzungskrieg durch Angriffe auf große Distanz.

Ein wichtiger ukrainischer Berater für Verteidigungstechnologie warnt, dass der eskalierende Konflikt einen gefährlichen Wendepunkt erreicht hat.

Serhij Beskrestnow erklärte gegenüber The Guardian, dass die unaufhörlichen Angriffe auf die Infrastruktur die Volkswirtschaften beider Nationen zerstört zurücklassen werden, und warnte: „In diesem Krieg wird niemand dieses Spiel gewinnen.“

Da die militärischen Stellungen entlang der Grenze in einem Patt verharren, hat sich die Hauptbedrohung auf Luftangriffe tief im Hinterland verlagert.

Beskrestnow sorgt sich tief um Kiew in den kommenden Wintermonaten. Russische Fabriken produzieren jeden Monat mehr als 100 hochrangige ballistische Raketen, und Behörden befürchten Massenangriffe auf Heizungs-, Wasser- und Stromnetze.

Um eine schwere humanitäre Krise bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu verhindern, wird die örtliche Führung gedrängt, Senioren präventiv aus Kiew zu evakuieren.

Verstärkung der Angriffe

Die Ukraine plant eine massive Gegenoffensive unter Einsatz von Luftangriffen tief im feindlichen Gebiet. Die ukrainischen Streitkräfte planen, ihre täglichen Operationen im Hinterland mehr als zu verdreifachen und von etwa 300 nächtlichen Drohnenstarts auf gezielte 1.000 zu steigern.

Diese Angriffe richten sich gegen Fabriken, Ölraffinerien und Militärlager.

Anstatt die Luftfahrtinfrastruktur zu bombardieren, setzt die Strategie auf Störung: Laut Beskrestnow reicht es schon aus, „über den Flughafen zu fliegen“, um zivile Flüge am Boden zu halten.

Gleichzeitig hat die Flugabwehr auf beiden Seiten Mühe, mit den eingehenden Angriffen Schritt zu halten.

Der Ukraine fehlt es nach wie vor an US-Patriot-Abfangraketen, um schnelle ballistische Raketen stoppen zu können, berichtet The Guardian.

Ein wirtschaftlicher Abnutzungskampf

Die wachsende Abstützung auf Angriffe tief im Hinterland verwandelt den Konflikt in einen wirtschaftlichen Abnutzungskampf.

Laut Le Monde hat die expandierende Drohnenkampagne der Ukraine zunehmend die russische Ölinfrastruktur und andere Einrichtungen weit entfernt von der Front ins Visier genommen, was das tägliche Leben stört und wirtschaftlichen Druck im Landesinneren erzeugt.

Russland hat unterdessen die Angriffe auf ukrainische Häfen, Eisenbahnen und kommerzielle Infrastruktur intensiviert, um Kiews Wirtschaft und Widerstandskraft zu schwächen.

Da derzeit keine der beiden Seiten einen entscheidenden Durchbruch auf dem Schlachtfeld erzwingen kann, wird der Krieg zunehmend zu einem Wettbewerb darüber, welches Land den größten wirtschaftlichen und sozialen Schaden am längsten aushalten kann.

Horizont autonomer Waffen

Die Technologie auf dem Schlachtfeld entwickelt sich mit schrecklicher Geschwindigkeit. Ukrainische Ermittler fanden kürzlich ein KI-Leitsystem im Inneren einer einfachen russischen Angriffsdrohne.

Beskrestnow befürchtet, dass Ingenieure diese Technologie bald in Shahed-Langstreckendrohnen einbauen werden.

Autonome Systeme würden das umfangreiche Störsender-Netzwerk der Ukraine leicht umgehen.

Russland feuert zudem Tausende schnellerer, strahlgetriebener Drohnen zusammen mit traditionellen Marschflugkörpern ab.

Moskau plant, in den nächsten Jahren Zehntausende dieser Waffen herzustellen.

Ukrainische Firmen rennen gegen die Zeit, um strahlgetriebene Abfangdrohnen zu entwickeln, um der Bedrohung entgegenzuwirken.

Diese Systeme sind jedoch noch nicht reif für die Serienproduktion, sodass Jagdflieger die eingehende Angriffswelle bewältigen müssen, so The Guardian.