Startseite Nachrichten Trump-Team verweigert Rettung der Tate-Brüder in brisantem Auslieferungsstreit in Großbritannien

Trump-Team verweigert Rettung der Tate-Brüder in brisantem Auslieferungsstreit in Großbritannien

Andrew Tate, Tristan Tate, brothers
LCV / Shutterstock.com

Wenn Internetstars riesige globale Marken aufbauen, folgen rechtliche Probleme schnell.

Dass ausländische Staats- und Regierungschefs eingreifen und jemanden vor der Auslieferung bewahren, ist selten so einfach, wie es ein lauter öffentlicher Appell vermuten lässt, berichtet LADBIBLE.

Keine politischen Gefälligkeiten

Andrew und Tristan Tate mussten diese Lektion kürzlich lernen, nachdem sie von US-Bundesbeamten in Miami verhaftet wurden. Wie LADBIBLE berichtete, erhoben die britischen Behörden 38 neue strafrechtliche Anklagen.

Verteidiger deuteten zunächst an, Präsident Donald Trump könnte eingreifen, um ihre Überstellung nach London zu blockieren. Diese Vorstellung hielt jedoch nicht lange an.

US-Außenminister Marco Rubio stellte klar, dass sich Bundesbeamte aus dem Rechtsstreit heraushalten werden. Rubio erklärte, „es gebe für uns in diesem Moment oder vielleicht überhaupt keine Rolle zu spielen“.

Er fügte hinzu, „diese Fälle durchliefen einen Prozess vor Gericht“, und merkte an, „dies werde sich zu diesem Zeitpunkt von selbst regeln“.

Kampf vor Gericht

Das Weiße Haus plant, die endgültige Entscheidung amerikanischen Richtern zu überlassen. Ein hochrangiger Beamter der Trump-Regierung teilte Axios mit, „die USA hätten ein Auslieferungsabkommen mit dem Vereinigten Königreich, und die Regierung beabsichtige, dieses in diesem Fall einzuhalten“.

Als Reaktion darauf erklärte Verteidiger Joe McBride gegenüber der Press Association, „dass die Hilfe des Präsidenten letztlich „nicht notwendig“ sei“.

McBride erklärte, „man befinde sich vor einem Gericht“, und versprach, „man werde aufgrund der Faktenlage des Falles gewinnen“.

Er argumentierte, „wenn Donald Trump heute aus der Air Force One herabspringen und sagen würde ‚Stoppt alles‘, wäre das zwar ein Sieg für uns, aber wir hätten nicht aufgrund der Faktenlage gewonnen“. Er fügte hinzu: „Im Moment … bitten wir nicht einmal um Hilfe.“

Schwere strafrechtliche Vorwürfe

Dieser Auslieferungsstreit folgt auf eine massive Ausweitung der strafrechtlichen Vorwürfe über den Atlantik hinweg. Nach Angaben des britischen Crown Prosecution Service umfassen die 38 neuen Anklagepunkte mutmaßliche Straftaten zwischen Juli 2010 und August 2017.

Andrew (39) und Tristan (38) sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt, darunter Vergewaltigung und Menschenhandel. Beide Brüder bestreiten jegliches Fehlverhalten vehement.

Quellen: LADBIBLE, Axios, Press Association