Sicherheit auf Schweizer Straßen: Handyblitzer sollen Unfälle durch Ablenkung verhindern

Olivia Rosenberg

3 Wochen vor

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28/05/2024
Autos
Foto: Shutterstock
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Bundesrat plant Maßnahmen gegen Handybenutzung am Steuer.

Jährlich sterben in der Schweiz Menschen aufgrund von Ablenkung am Steuer, oft verursacht durch die Nutzung von Smartphones. 

Die SP-Nationalrätin Gabriela Suter fordert daher die Einführung sogenannter Handyblitzer, um Fehlverhalten zu erkennen und zu sanktionieren. 

Nun hat der Bundesrat angekündigt, Maßnahmen zu prüfen, um Handysünder besser zu erfassen, so 20 Minuten.

Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) führen Unfälle wegen Ablenkung jährlich zu 1100 Schwerverletzten und 60 Todesfällen. 

Die vorgeschlagenen Handyblitzer sollen Fahrzeuglenkende erfassen, die während der Fahrt ein Handy, Tablet oder Navigationssystem nutzen. 

Diese Blitzer verwenden künstliche Intelligenz, um die Ablenkung zu erkennen und Fotos von Fahrern und Nummernschildern zu machen.

Ein Pilotprojekt ausschließlich für Handyblitzer lehnt Verkehrsminister Albert Rösti ab, jedoch wird das Bundesamt für Strassen (Astra) ein Forschungsprojekt starten, um effektive Maßnahmen zu identifizieren.

Die Forderung nach Handyblitzern ist politisch umstritten. Kritiker wie SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner argumentieren, dass viele Autofahrer mittlerweile Freisprechanlagen nutzen und die Blitzer somit wenig effektiv wären. 

Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich des Eingriffs in die Privatsphäre der Autofahrer. Dennoch bleibt das Ziel, die Zahl der Unfälle durch Ablenkung am Steuer zu reduzieren und effektive Maßnahmen zu finden, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.