Autofahrer aufgepasst: Ab jetzt 3.000 Euro Strafe für Auto-Kartenwerber

Geschrieben von Olivia Rosenberg

25 Wochen vor

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22/12/2023
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Endlich Schluss mit Nerv-Kärtchen.

In Berlin greift der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hart gegen ein Ärgernis für Autofahrer durch: die laminierten Visitenkarten, die häufig an Autos angebracht werden. 

Diese Karten, oft mit Slogans wie „Wir kaufen Autos aller Art“, sind nicht nur lästig, sondern auch umweltschädlich und verboten. 

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sieht in den Karten ein großes Problem, da sie oft ohne Zustimmung der Fahrzeugnutzenden befestigt und im Straßenland entsorgt werden.

Wie Bild berichtet, werden diese Werbekarten nicht genehmigt, da das Material schlecht recycelbar und somit umweltschädlich ist. 

Trotzdem gehen die meisten Berliner Bezirke nicht gegen die illegalen Verteiler vor, da man sie „auf frischer Tat ertappen“ müsse. 

In Reinickendorf gab es 2023 vier Hinweise aus der Bevölkerung zu verbotenen Autokärtchen, aber es konnten keine Bußgelder verhängt werden, da die angegebenen Telefonnummern von Prepaid-SIM-Karten stammen und eine Identifizierung der potenziellen Käufer nicht möglich war.

Anders in Charlottenburg-Wilmersdorf: Hier schreitet das Ordnungsamt gegen die Nerv-Kärtchen ein. 

In diesem Jahr gab es schon 49 Bußgeldverfahren, siebenmal wurde bereits ein Bußgeld verhängt, viermal ein Verwarngeld, weitere könnten folgen. 

Der höchste Bußgeldbetrag betrug 3.000 Euro. In einigen Fällen mussten die Verfahren jedoch eingestellt werden, da die auf den Werbekarten angegebenen Ansprechpartner in Deutschland nicht gemeldet waren.