BASF wendet sich von Deutschland ab: Die Gründe

Geschrieben von Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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23/05/2024
Deutschland
Foto: JHVEPhoto / Shutterstock.com
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Deutschlands Standortnachteile.

Europas größter Chemiekonzern BASF zieht sich schrittweise aus Deutschland zurück und verlagert Investitionen nach China. 

Diese Entscheidung ist ein deutliches Signal an die deutsche Politik: Profitorientierte Unternehmen sind nicht bereit, den Preis für politischen Aktionismus zu zahlen. 

In einem Artikel von FOCUS online erläutert Gabor Steingart die Hintergründe dieses Schrittes.

Der Rückzug von BASF aus Deutschland erfolgt trotz der fähigen Manager und hochqualifizierten Mitarbeiter aufgrund der unvorteilhaften Rahmenbedingungen. 

Hohe Energiepreise, übermäßige Bürokratie und strenge Regulierungen ersticken Innovation und wirtschaftliche Rentabilität. 

So investiert BASF zehn Milliarden Euro in eine neue Anlage in China und reduziert gleichzeitig die Produktion in Ludwigshafen, was zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führt. 

Die operative Rendite der BASF ist in Deutschland stark gesunken, und der Standort Ludwigshafen schreibt rote Zahlen. 

Dies zeigt sich auch in der Tatsache, dass BASF 2023 in Deutschland keinen Gewinn erzielte, während internationale Standorte weiterhin profitabel sind.

Ein weiterer Punkt ist die wachsende Entfremdung zwischen Politik und Wirtschaft. BASF-Chef Martin Brudermüller war einst optimistisch über die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung, doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. 

Die Klimaagenda und die strengen Regulierungen der Bundesregierung haben dazu geführt, dass Unternehmen wie BASF ihre Zukunft außerhalb Deutschlands suchen.