Berliner Fahrdienstmarkt im Griff der Schattenwirtschaft: Tausende Autos ohne Konzession

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Risiken bei nicht konzessionierten Fahrdiensten.

In Berlin hat sich eine besorgniserregende Praxis herauskristallisiert, die die Sicherheit von Fahrgästen gefährdet und Fragen zur Regulierung von Fahrdienstvermittlern wie Uber, Bolt und Freenow aufwirft. 

Nach Recherchen von rbb24 sind mindestens 1.000 Fahrzeuge, die über diese Plattformen buchbar sind, ohne die erforderliche Konzession unterwegs. 

Dies entspricht mindestens jedem fünften Fahrzeug, basierend auf den rund 4.500 in Berlin gültigen Fahrzeug-Konzessionen. 

Die Kontrollbehörde und die Verbraucherzentrale schlagen Alarm und warnen vor den Risiken, die mit Fahrten in solchen illegal betriebenen Fahrzeugen verbunden sind, darunter die Unsicherheit über die Versicherungssituation und die Qualifikation der Fahrer.

Die Situation wird von der Kontrollbehörde als "organisierte Kriminalität" eingestuft, was die Schwere des Problems unterstreicht. 

Die Herausforderung bei der Bekämpfung dieser illegalen Praktiken liegt unter anderem im mangelnden Datenabgleich zwischen den Mobilitäts-Apps und der Aufsichtsbehörde, was durch Datenschutzbedenken und fehlende gesetzliche Handhabe erschwert wird. 

Trotz dieser Hindernisse gibt es nun Bewegung in der Angelegenheit, mit einigen Plattformen, die sich zu einem Datenaustausch bereit erklärt haben, um illegale Fahrzeuge auszusortieren und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.