Beunruhigende Vorfälle in Berlin: Häuser mit Davidstern-Markierungen gekennzeichnet

16/10/2023 19:14

Peter Zeifert

Deutschland
Foto: Twitter
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Häuser mit Davidstern-Markierungen gekennzeichnet.

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In Berlin hat sich eine alarmierende Situation entwickelt. Unbekannte, die die palästinensische Hamas-Gruppe unterstützen, markieren die Wohnorte jüdischer Familien mit dem Davidstern. Diese Aktion ruft düstere Erinnerungen an die Zeiten des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts wach.

Die Berliner Polizei hat bereits reagiert und ist auf der Suche nach den Verantwortlichen.

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina wirkt sich zunehmend auch auf andere Teile der Welt aus. In vielen europäischen Städten gab es Demonstrationen zur Unterstützung der Hamas, die teilweise in Konflikte mit der Polizei mündeten.

Laut einem Bericht des kroatischen Mediums direktno.hr hat Anna Staroselskaya, die Präsidentin der Deutschen Union jüdischer Studenten, das erste Foto der markierten Häuser in Berlin veröffentlicht. Der Davidstern war im Holocaust ein Zeichen, das Juden tragen mussten, um sie von der restlichen Bevölkerung zu unterscheiden und sie so für Isolation und Strafen anfällig zu machen.

Die Berliner Polizei hat die Bürger dazu aufgerufen, sich gegen diese besorgniserregende Praxis zu stellen. Sie ermutigen die Anwohner, die Sterne eigenständig von Gebäudefassaden und Türen zu entfernen. Gleichzeitig fahnden sie weiter nach den Tätern.

Doch die besorgniserregenden Handlungen beschränken sich nicht nur auf Berlin. Anton Geraschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, teilte ein weiteres Foto, das eine Frau zeigt, die einen Davidstern auf ein jüdisches Restaurant in Moskau malt. Dies lässt darauf schließen, dass sich der Hass auch auf andere Teile der Welt ausbreitet.

Die Behörden sind in höchster Alarmbereitschaft und arbeiten daran, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Vorfälle sind eine düstere Erinnerung daran, dass die Nachwirkungen historischer Gräueltaten immer noch spürbar sind. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, wachsam zu sein und im Kampf gegen den Hass zusammenzustehen.