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Texas-Polizei klärt ältesten Vermisstenfall nach 52 Jahren auf

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Die Familie lebte jahrzehntelang ohne Antworten.

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Nun hat eine erneute Prüfung alter Beweise endlich Klarheit in einem der am längsten ungelösten Vermisstenfälle des Bundesstaates gebracht.

Der Durchbruch kam mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem letzten bekannten Auftreten des Jungen.

Das Verschwinden eines Teenagers

Norman Prater wurde am 14. Januar 1973 bei der Polizei von Dallas als vermisst gemeldet. Er war 16 Jahre alt und zuletzt gesehen worden, als er mit Freunden in East Dallas unterwegs war.

Später im selben Jahr prüften die Behörden, ob sein Verschwinden mit dem Tod eines unbekannten weißen Mannes zusammenhängen könnte, der im Juli 1973 bei einem Unfall mit Fahrerflucht auf dem Highway 35 in Rockport ums Leben gekommen war.

Damals kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass die Fälle nicht zusammenhingen, und das Opfer blieb jahrzehntelang unbekannt.

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Eine kalte Spur

Mehr als 50 Jahre lang kam keiner der beiden Fälle voran. Praters Schicksal blieb ungeklärt, und die Identität des Unfallopfers konnte nicht festgestellt werden.

In den vergangenen Jahren entschieden sich Ermittler, die Akten erneut zu prüfen.

Nach Angaben der Polizei konnten sie dabei eine mögliche Verbindung zwischen den beiden Ereignissen erkennen, die zuvor als getrennte Fälle betrachtet worden waren.

Ein entscheidendes Bild

Der Wendepunkt kam Ende 2025, als das Büro des Gerichtsmediziners von Aransas County ein neues Foto des unbekannten Opfers entdeckte.

Das Bild wurde an das National Center for Missing and Exploited Children weitergeleitet und gelangte schließlich zu dem Ermittler der Polizei von Dallas, Ryan Dalby.

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Dalby überprüfte das Material und stellte eine Übereinstimmung zwischen dem Opfer des Unfalls von 1973 und Norman Prater fest.

Da weder DNA- noch Fingerabdruckdaten verfügbar waren, erklärten die Ermittler, dass das Foto ausschlaggebend gewesen sei.

Bestätigung durch die Familie

Anschließend konnte Dalby Isaac Prater, Normans Vater, ausfindig machen, der seinen vermissten Sohn identifizieren konnte.

Der Polizeichef von Dallas, Daniel Comeaux, sagte:

„Diese Aufklärung ist ein Beweis für das Engagement der Polizei von Dallas für die Fälle, die wir verfolgen, und für die Familien, denen wir dienen, egal wie viel Zeit vergangen ist.“

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„Detective Dalbys Einsatz, Fachkompetenz und Mitgefühl haben nicht nur einen historischen Fall gelöst, sondern auch die wichtigste Aufgabe unserer Vermisstenabteilung erfüllt: einer trauernden Familie Gewissheit zu geben“, fügte er hinzu.

Lange erwarteter Abschluss

In einer Erklärung teilte die Polizei von Dallas mit:

„Nach 50 Jahren der Ungewissheit hat Herr Isaac Prater nun Antworten zum Verschwinden seines Bruders erhalten.“

„Dieser Fall verdeutlicht den anhaltenden Auftrag der Strafverfolgungsbehörden, Gerechtigkeit zu suchen und Familien Trost zu spenden, indem Wahrheit und Abschluss geschaffen werden“, hieß es weiter.

Quellen: Dallas Police Department, National Center for Missing & Exploited Children

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