Deutschland 2024: Politisches Erdbeben in Sicht

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Deutschland am Scheideweg.

Das Jahr 2023 war für die deutsche Bundesregierung ein Jahr voller Herausforderungen. Laut Experten und Politikwissenschaftlern, die von der Bild befragt wurden, könnte das Schlimmste jedoch noch bevorstehen. 

Insbesondere die politische Landschaft in Deutschland steht 2024 vor möglichen dramatischen Veränderungen. Die AfD, eine rechtsgerichtete Partei, steht laut einer aktuellen INSA-Umfrage bundesweit bei 22 Prozent und führt im Osten Deutschlands mit über 30 Prozent. 

Die Wahlen in Ostdeutschland im Jahr 2024 könnten für die Ampel-Koalition und die Union kritisch werden. 

Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter warnt vor einer Destabilisierung der politischen Landschaft nach dem Modell Thüringens, mit Minderheitsregierungen und Entscheidungsschwächen.

Eine große Unbekannte für das Jahr 2024 ist die ehemalige Linke Sahra Wagenknecht, die mit einer neuen Partei bei den Europa- und Ost-Wahlen antreten will. 

Während Oberreuter glaubt, dass sie eine Alternative zur AfD sein könnte, erwartet Werner J. Patzelt keinen großen Erfolg für Wagenknechts Bündnis.

Die Migrationskrise bleibt ein weiteres großes Thema. Oberreuter sieht die Gefahr, dass ehemalige DDR-Bürger sich benachteiligt fühlen könnten, während Patzelt anerkennt, dass die Flüchtlingspolitik endlich als Problem erkannt wird.

Insgesamt fallen die Prognosen für Deutschland im Jahr 2024 düster aus. Patzelt rechnet mit einem Abstieg Deutschlands in fast allen Bereichen, während Oberreuter eine Erschütterung der Ampel-Koalition für möglich hält.