Warum höher drehen nicht schneller wärmt.
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An kalten Tagen ist der Griff zum Thermostat fast reflexartig.
Kaum betritt man eine ausgekühlte Wohnung, wird die Temperatur deutlich höher eingestellt – in der Hoffnung, dass es schneller warm wird.
Doch genau diese Annahme ist ein Irrtum und kostet viele Haushalte unnötig Geld.
Wie das britische Nachrichtenportal WalesOnline berichtet, arbeitet ein Heizkessel unabhängig von der eingestellten Zieltemperatur immer mit derselben Geschwindigkeit.
Der Thermostat steuert lediglich, wann das Heizsystem abschaltet – nicht, wie schnell sich ein Raum aufheizt.
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Experten warnen vor Energieverschwendung
Die Fußbodenheizungs-Spezialisten von Warm Up erklären laut WalesOnline, dass viele Menschen nach ihrer Rückkehr die Heizung zu stark aufdrehen.
Das führe häufig dazu, dass Räume überheizt werden und genau die Ersparnis verloren geht, die zuvor durch Absenken der Temperatur erzielt wurde.
Auch Fiona Peake, Finanzexpertin bei Ocean Finance, weist darauf hin, dass das Hochdrehen des Thermostats keinen Zeitvorteil bringt.
Stattdessen werde oft mehr Energie verbraucht, weil die gewünschte Wohlfühltemperatur überschritten wird.
Wärme im Haus halten statt mehr heizen
Fachleute empfehlen, sich stärker auf Wärmeerhalt zu konzentrieren. Laut WalesOnline gilt das Abdichten von Zugluft als eine der effektivsten und günstigsten Maßnahmen.
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Dazu zählen das Verschließen von Türspalten, das Abdichten von Fenstern, Teppiche auf kalten Böden sowie das Abdichten ungenutzter Kamine.
Nach Einschätzung von Branchenexperten lassen sich dadurch spürbare Heizkosten einsparen.
Die richtige Einstellung spart Geld
Zusätzlich raten Heizungsspezialisten zu einer moderaten Thermostat-Einstellung zwischen 18 und 21 Grad Celsius.
Wie WalesOnline berichtet, kann jedes zusätzliche Grad die Heizkosten um rund zehn Prozent erhöhen.
Quelle: Express, WalesOnline, Ocean Finance