Deutschlands umstrittenstes Wort: 'Remigration' im Fokus

Geschrieben von Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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15/01/2024
Foto: Shutterstock
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'Remigration' als Unwort 2023 enthüllt.

Das Unwort des Jahres 2023 in Deutschland ist "Remigration". 

Dieser Begriff, der von der sprachkritischen "Unwort"-Aktion in Marburg ausgewählt wurde, wird laut Jury vor allem von Rechtsextremen verwendet, um beschönigend die Forderung nach Zwangsausweisungen und Deportationen von Menschen mit Migrationshintergrund zu umschreiben. 

Die Jury kritisierte die Verwendung des Wortes als "rechten Kampfbegriff", "beschönigende Tarnvokabel" und als Ausdruck, der die tatsächlichen Absichten verschleiert. 

Auf Platz zwei der Unwort-Liste landete "Sozialklimbim", ein Begriff, der in der Debatte um die Kindergrundsicherung verwendet wurde und einkommens- und vermögensschwache Personen sowie von Armut betroffene oder armutsgefährdete Kinder herabwürdigt und stigmatisiert.

Die Wahl des Unworts "Remigration" greift eine aktuelle Debatte auf, die durch ein Treffen in einer Potsdamer Villa beleuchtet wurde, an dem AfD-Funktionäre und Mitglieder der CDU und der Werteunion teilnahmen. 

Dort sprach der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, über "Remigration".