Eltern aufgepasst: Kinderkrankentage werden jetzt einfacher

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Kinderkrankschreibung geht jetzt telefonisch.

In Deutschland wird es bald eine bedeutende Änderung für Eltern geben, die ihre kranken Kinder zu Hause betreuen müssen. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen Vorstoß gestartet, der es Eltern ermöglichen soll, die Krankschreibung für ihre Kinder telefonisch zu beantragen. 

Diese Maßnahme zielt darauf ab, Ansteckungsrisiken zu senken und Arztpraxen zu entlasten, wie Tagesschau berichtet.

Lauterbach schlägt vor, dass Eltern sich für die Pflege kranker Kinder künftig telefonisch von der Arbeit freistellen lassen können. 

Dieser Vorschlag wurde in einem Brief an die Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und an den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen dargelegt. 

Eine telefonische Krankschreibung für Berufstätige ist bereits möglich, und diese Regelung soll nun auf die Ausstellung der ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Kinderkrankengeld ausgeweitet werden. 

Ziel ist es, Infektionen in Wartezimmern von Arztpraxen zu vermeiden.

Bereits im Oktober hatte Lauterbach Erleichterungen für die Pflege kranker Kinder zu Hause angekündigt. 

Er betonte, dass Eltern nicht mehr am ersten Tag, an dem das Kind krank ist, für ein Attest zum Arzt laufen müssen, um das Kinderkrankengeld in Anspruch zu nehmen. Ein Arztbesuch soll erst ab dem vierten Krankheitstag notwendig sein. Diese Änderung soll möglichst noch in dieser Winter-Erkältungssaison greifen. 

Während der Corona-Pandemie waren die Kinderkrankentage auf 30 Arbeitstage pro Jahr und Elternteil erhöht worden, für die Jahre 2024 und 2025 soll dann nur noch ein Anspruch von 15 Tagen je Elternteil beziehungsweise 30 Tage für Alleinerziehende bestehen.