Export-Alarm: Deutschland verliert an Boden in den USA und China

Geschrieben von Olivia Rosenberg

17 Wochen vor

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22/01/2024
Foto: Shutterstock
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Deutschlands Exporte nach Übersee stürzen ab.

Deutschlands Exporte in die USA und nach China sind im Dezember deutlich zurückgegangen, was auf eine Abschwächung der Wirtschaftsbeziehungen mit diesen wichtigen Übersee-Kunden hindeutet. 

Die Ausfuhren in die nicht zur EU gehörenden Länder fielen im Dezember kalender- und saisonbereinigt um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 57,2 Milliarden Euro. 

Besonders auffällig war der Rückgang der US-Ausfuhren um 9,9 Prozent und der Exporte nach China um 12,7 Prozent. Im Gegensatz dazu wuchs das Geschäft mit Großbritannien um 19,7 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro. 

Die deutschen Exporte nach Russland brachen infolge der Sanktionen aufgrund des Überfalls auf die Ukraine um 32,3 Prozent ein, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.

Diese Entwicklung könnte weitreichende Folgen für die deutsche Wirtschaft haben, da die Vereinigten Staaten und China zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands gehören. 

Der Handel mit den Drittstaaten deckt knapp die Hälfte aller deutschen Exporte ab. 

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) prognostiziert, dass die gesamten deutschen Exporte im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent gesunken sind und 2024 stagnieren dürften. Erst im Jahr 2025 wird wieder mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.