Gastronom enthüllt: Die bittere Wahrheit über die Mehrwertsteuer - Gastronomie am Abgrund

Geschrieben von Olivia Rosenberg

25 Wochen vor

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27/11/2023
Foto: Shutterstock
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Top-Restaurateur enthüllt, warum die Mehrwertsteuer Gastronomen ruiniert.

Christoph Elbert, ein renommierter Gastronom aus Hannover, steht stellvertretend für viele in der deutschen Gastronomie, die unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen leiden. Er sieht sich gezwungen, sein Szenerestaurant „11a“ für drei Monate zu schließen. 

Elbert nennt drei Hauptgründe für diese drastische Entscheidung: den anhaltenden Personalmangel seit der COVID-19-Pandemie, die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise und die Rückkehr der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent. 

Diese Kombination von Belastungen stellt für ihn und viele seiner Kollegen eine existenzielle Bedrohung dar.

In einem Interview mit "ntv" erläutert Elbert die Schwierigkeiten, mit denen Gastronomen konfrontiert sind. Trotz einer Gehaltserhöhung von mindestens 30 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie, ist es für ihn schwierig, Personal zu halten. 

Zwei seiner neun Mitarbeiter haben bereits angekündigt, nach der dreimonatigen Schließung nicht zurückzukehren. Die Inflation trifft die Gastronomie besonders hart. Elbert muss während des Protests monatlich zwischen 8.000 und 12.000 Euro für Fixkosten aufbringen.

Die Tatsache, dass es sich dennoch rentiert, geschlossen zu bleiben, spricht Bände über die aktuelle Lage. Die Mehrwertsteuererhöhung, die viele Gastronomen nicht an die Gäste weitergeben können, verschärft die Situation zusätzlich.

Elberts Schicksal beleuchtet die prekäre Lage der Gastronomie in Deutschland. Die Kombination aus Personalmangel, steigenden Kosten und der Mehrwertsteuererhöhung stellt eine enorme Herausforderung dar, die viele Gastronomen an den Rand ihrer Existenz bringt.