Geheimer Geldfluss: CDU-Politiker finanziert rechtsextreme Netzwerke

Geschrieben von Olivia Rosenberg

16 Wochen vor

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25/01/2024
Foto: Wikimedia Commons
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Die dunklen Geschäfte eines ehemaligen Finanzsenators.

Peter Kurth, ehemaliger Berliner CDU-Finanzsenator, steht im Zentrum einer brisanten Enthüllung.

Nach Recherchen des ARD-Magazins Monitor hat Kurth mindestens 120.000 Euro an eine Firma überwiesen, die dem rechtsextremen Netzwerk der "Identitären Bewegung" (IB) zugeordnet wird. 

Die Überweisung erfolgte im Jahr 2019 an die Firma Schanze Eins UG & Co. KG, die Geld für den Erwerb von Immobilien sammelt, welche als Treffpunkte für Rechtsextreme dienen, so berichtet die Tagesschau.

Nur einen Tag nach Kurths Überweisung transferierte die Empfängerfirma rund 200.000 Euro an einen Aktivisten der IB, Steve H., für den Erwerb einer Immobilie in Linz, Österreich, die als "patriotisches Hausprojekt" bezeichnet wird.

Diese Enthüllungen werfen ein neues Licht auf Kurths Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen und die Finanzierung ihrer Aktivitäten. 

Kurth, der bis zum vergangenen Herbst Mitglied der CDU war, ist auch als erster Vorsitzender der extrem rechten Berliner Burschenschaft Gothia bekannt, zu deren Mitgliedern mehrere AfD-Funktionäre zählen. 

Die Recherchen von Monitor legen nahe, dass Kurth eine aktivere Rolle in der Unterstützung rechtsextremer Netzwerke gespielt hat, als bisher angenommen.