Geheimnisvolle Giganten: Buckelwale überraschen in Norddeutschland

Geschrieben von Olivia Rosenberg

5 Wochen vor

|

15/04/2024
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Die faszinierende Fauna der deutschen Gewässer.

Die Küsten Nord- und Ostdeutschlands sind regelmäßig Schauplatz für einige der faszinierendsten Tiersichtungen Europas. Vor allem große Meeressäuger wie Wale und Delfine ziehen dabei die Aufmerksamkeit auf sich. 

Ein aktuelles Beispiel, das zahlreiche Schaulustige anlockte, war die Sichtung eines Buckelwals in der Flensburger Förde. Dieser spektakuläre Besucher ist nur eines von vielen Tieren, die vorübergehend in deutschen Gewässern zu Hause waren.

Nach Informationen der MOPO, die sich auf Experten des Naturschutzbundes Nabu stützt, werden solche seltenen Besuche häufig durch die Anwesenheit von Heringsschwärmen in den Küstengewässern ausgelöst. 

Die Fische ziehen größere Meeresbewohner an, die sonst selten so nah an die Küste kommen. Der gleiche Wal wurde später auch in der Kieler Förde gesichtet, was auf seine Bewegung entlang der Küste hindeutet.

Nicht nur Wale, sondern auch andere Meerestiere haben für Aufsehen gesorgt. Der Delfin „Delle“ wurde zum Beispiel im April 2023 in der Lübecker Bucht entdeckt und schnell zu einer lokalen Berühmtheit. 

Seine verspielte Art und die häufigen Sichtungen machten ihn zum Star auf Social Media und zogen viele Touristen an. 

Auch die Sichtung von Seepferdchen an den Stränden der Nordsee hat in den letzten Jahren zugenommen. Zwischen 2020 und 2023 wurden überraschend viele dieser normalerweise seltenen Kreaturen gefunden, was Forscher vor Rätsel stellt.

Zu den weiteren bemerkenswerten Vorfällen gehört die Rettung einer seltenen Meeresschildkröte am Strand von Sylt Ende 2023. 

Das Tier, das während eines heftigen Sturms angespült wurde, konnte erfolgreich rehabilitiert und wieder in die Freiheit entlassen werden. 

Solche Vorfälle unterstreichen die biologische Vielfalt und die unerwarteten Überraschungen, die die Meeresgewässer um Deutschland zu bieten haben.