Gericht stoppt Bau von LNG-Pipeline: Sieg für Umweltschutz

Geschrieben von Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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12/01/2024
Foto: Shutterstock
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Gericht entscheidet gegen Pipeline-Bau.

Das Bundesverwaltungsgericht hat in einem Eilverfahren entschieden, die Bauarbeiten an der Anschlusspipeline für das geplante LNG-Terminal Rügen vorläufig zu stoppen. 

Dieser Beschluss folgt einem Antrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die gegen die vom Bergamt Stralsund erteilte Ausnahmegenehmigung für Bauarbeiten während der Laichzeit des Herings und der Vogelrastzeit vorgegangen war. 

Der Gasnetzbetreiber Gascade hatte geplant, im Bereich des Greifswalder Bodden die Pipeline mit Sediment und Steinen abzudecken, was jedoch aufgrund der ökologischen Bedenken der DUH nun gestoppt wurde. 

Die DUH argumentierte, dass die Bauarbeiten umfangreiche Schiffsverkehr mit hohen Unterwasserschall-Emissionen sowie Schütt- und Baggerarbeiten mit sich bringen würden, was negative Auswirkungen auf das Laichgeschehen des Ostseeherings haben könnte. 

Diese Argumentation wurde vom bundeseigenen Thünen-Institut für Ostseefischerei unterstützt. Die Entscheidung des Gerichts ist ein wichtiger Etappensieg für den Natur- und Klimaschutz. 

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, betonte die Notwendigkeit, das Projekt grundsätzlich zu überdenken und forderte die Bundes- und Landesregierung auf, das LNG-Terminal Rügen abzusagen und weitere LNG-Projekte zu stoppen. 

Die DUH plant, gegen zusätzliche LNG-Projekte weiter zu klagen, falls die Bundesregierung ihre Pläne nicht korrigiert. 

Die vom Betreiber Gascade geplanten Bauarbeiten hätten eine erhebliche Trübung des Wassers und negative Auswirkungen auf das Laichgeschehen des Herings bedeutet. Mit den Arbeiten hatte Gascade bereits begonnen, berichtet die Berliner Zeitung.