Ironie des Schicksals: GDL-Chef verpasst eigenen Streikzug

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Kein Zug nach Berlin während des Streiks.

GDL-Chef Claus Weselsky, der die Lokführerstreiks in Deutschland anführt, erlebte eine ironische Wendung, als er den letzten Zug nach Berlin verpasste. 

Dies berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

Nachdem er vor den Arbeitsgerichten in Frankfurt am Main erfolgreich war, musste Weselsky feststellen, dass er keinen Zug mehr nach Berlin erwischen konnte, um dort den Streik persönlich zu leiten. 

Er musste sich daraufhin andere Wege suchen, um in die Hauptstadt zu gelangen.

Der mehrtägige Streik der Lokführergewerkschaft GDL begann am Mittwochmorgen auch im Personenverkehr. Seit 2:00 Uhr morgens legten zahlreiche Beschäftigte die Arbeit nieder. 

Im Güterverkehr hatte der Ausstand bereits am Dienstagabend begonnen. Der Streik soll bis Freitagabend andauern, wobei ein Notfahrplan der Deutschen Bahn in Kraft tritt, bei dem gut 80 Prozent des üblichen Angebots im Fernverkehr ausfallen. 

Weselsky betonte, dass die GDL für bessere Arbeitszeitbedingungen und höhere Löhne kämpft. Die Bahn hält die Forderung der Gewerkschaft nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden für unerfüllbar.