IWF-Chefin warnt vor zu viel Nachgiebigkeit gegenüber Bauernprotesten

Geschrieben von Olivia Rosenberg

15 Wochen vor

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02/02/2024
Foto: Wikimedia Commons
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Die Gratwanderung europäischer Regierungen.

Kristalina Georgieva, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat in einer deutlichen Warnung an europäische Regierungen appelliert.

Angesichts der wochenlangen Proteste von Landwirten solle man nicht zu weitreichenden finanziellen Zugeständnissen neigen. 

Während sie die Herausforderungen der Landwirtschaft auf menschlicher Ebene anerkennt, betont sie die Risiken einer zu nachgiebigen Haltung, die langfristig die Fähigkeit der Regierungen einschränken könnte, notwendige Maßnahmen zur Stärkung der Volkswirtschaften zu ergreifen. 

Diese Warnung erfolgt vor dem Hintergrund der jüngsten Bauernproteste in Deutschland und anderen europäischen Ländern, die sich gegen geplante Kürzungen staatlicher Unterstützungen richteten. 

In Deutschland führte der Druck der Proteste dazu, dass die Bundesregierung von der Abschaffung bestimmter Steuervorteile für landwirtschaftliche Betriebe absah, allerdings wird die Subventionierung beim Agrardiesel bis 2026 schrittweise abgeschafft. 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen signalisierte ebenfalls Entgegenkommen, indem sie den Landwirten weniger Bürokratie in Aussicht stellte. 

Diese Entwicklungen unterstreichen die komplexe Balance zwischen der Unterstützung der Landwirtschaft und der Notwendigkeit, langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten, wie der Tagesspiegel berichtet.