Kampf um Abtreibungsrechte: Ärzte im Visier radikaler Gruppen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Ärzte fordern Schutz vor Abtreibungsgegnern.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat einen besseren Schutz von Medizinern, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, gefordert. 

Diese Ärztinnen und Ärzte sehen sich immer wieder mit Drohungen und teils wochenlangen Protestaktionen in der Nähe ihrer Praxen konfrontiert. 

Reinhardt betonte die Notwendigkeit, diese Mediziner wirksam vor Drangsalierungen, Bedrohungen und Angriffen zu schützen.

Er wies darauf hin, dass die betroffenen Kolleginnen und Kollegen es mit teilweise radikal auftretenden Aktivisten zu tun haben, die nicht nur demonstrieren, sondern auch Mails mit Beleidigungen und expliziten Bedrohungen senden. 

Diese Proteste müssten klar von politischen Demonstrationen abgegrenzt werden, da sie über das Recht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung hinausgehen, so die Tagesschau.

Bis Ende März soll eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission Empfehlungen zur Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vorlegen. 

Die aktuelle Situation zeigt die Dringlichkeit, Mediziner in diesem sensiblen Bereich besser zu schützen.