Mysteriöse Sichtung: Ist die afrikanische Baumschlange in Deutschland?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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16/05/2024
Foto: Wikimedia Commons
Foto: Wikimedia Commons
Wiederholte Schlangensichtungen in Oeversee.

In der kleinen Gemeinde Oeversee sorgt eine ungewöhnliche Beobachtung für reichlich Gesprächsstoff: Eine vermeintliche afrikanische Baumschlange wurde Anfang April erstmals auf der Wiese von Kirsten „Kiki“ Koll-Kristiansen gesichtet. 

Das Tier wurde auf ihrem privaten, eingezäunten Grundstück von einer Freundin während eines ruhigen Spaziergangs entdeckt. 

Die Entdeckung verblieb jedoch zunächst unbemerkt bei den Behörden, bis das Foto des Reptils Anfang Mai eingereicht wurde und dadurch die offizielle Aufmerksamkeit erregte.

Laut der Berichterstattung von shz scheint die Nachricht über die giftige Schlange die Einwohner von Oeversee jedoch nicht sonderlich zu beunruhigen. 

Die Gemeinde ist bekannt für ihre naturnahe Lage und die lokale Fauna, zu der auch gelegentlich Schlangen gehören. 

Patrick Kehler vom Ordnungsamt bestätigte, dass bisher keine besorgten Anrufe von Bürgern eingegangen sind und die Angelegenheit sehr gelassen behandelt wird. 

Auch Bürgermeister Ralf Bölck spiegelt diese Gelassenheit wider und betont, dass Schlangen in dieser Region nicht ungewöhnlich sind, besonders nahe des Treßsees und den Fröruper Bergen, wo oft Kreuzottern gesichtet werden.

Die zweite Sichtung der Schlange warf weitere Fragen auf, da das Foto grün auf grün kaum Details erkennen ließ. 

Die Umweltbehörden nehmen an, dass es sich möglicherweise um eine heimische Ringelnatter handeln könnte, die gelegentlich eine grüne Rückenfärbung aufweist. Die Identifizierung bleibt jedoch unsicher.

Die Bewohner von Oeversee nehmen die Situation mit bemerkenswerter Ruhe auf. Passanten wie Brigitte Sawierucha, die mit ihrem Hund in der Nähe spazieren geht, sind informiert, aber unbesorgt. 

„Ich habe von der Schlange gehört. Ich hoffe, dass sie schissig genug ist und abhaut, wenn wir kommen“, kommentiert sie entspannt.

Kiki Koll-Kristiansen selbst zeigt sich auf ihrem Grundstück unbeschwert und hat der Schlange sogar den Kosenamen „Snaky“ gegeben. 

Sie erwähnt jedoch ein leeres Häschennest, das sie kürzlich entdeckt hat und sorgt sich ein wenig, ob „Snaky“ die kalten Aprilnächte überstanden hat oder nicht.