Nasse Rettung: Grundwasserstände dank Regen gestiegen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

24 Wochen vor

|

27/12/2023
Deutschland
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Mehr Regen rettet deutsche Böden.

Das Jahr 2023 brachte im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Regen, was für die Umwelt eine dringend benötigte Erholung bedeutete: Die gesunkenen Grundwasserstände konnten wieder ansteigen. 

Dies geht aus einer Bilanz des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) hervor, wie Tagesschau berichtet.

Andreas Marx, der Leiter des Dürremonitors beim UFZ, bezeichnete das Jahr als "ein gutes Jahr für den Wasserhaushalt". 

Bereits über den vergangenen Winter hätten sich die Grundwasserstände gut erholt, und derzeit seien "die Böden bis zu einer Bodentiefe von 60 Zentimetern patschnass". 

In einigen Regionen Deutschlands, wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, seien die Böden sogar in einer Tiefe bis zu zwei Metern so nass wie statistisch nur alle zehn Jahre.

Die höheren Regenmengen in diesem Jahr waren für die Umwelt dringend nötig, da die Sommermonate in den vorangegangenen fünf Jahren deutlich zu trocken waren, insbesondere der extreme Dürresommer 2018. 

In dieser Zeit fehlten pro Jahr bis zu 50 Prozent an Niederschlag, und die hohen Temperaturen sorgten zusätzlich für trockenere Böden.

Noch im Mai hatte das Recherchenetzwerk "Correctiv" Alarm geschlagen, dass das Grundwasser an vielen Orten in Deutschland auf das tiefste Niveau seit mehr als 30 Jahren gefallen war. 

Trotz der teils hohen Regenmengen in diesem Jahr konnten die Grundwasserstände noch nicht wieder auf Normalniveau steigen.