Olaf Scholz auf der Leipziger Buchmesse: Zwischen Protest und Plädoyer für das Lesen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: penofoto / Shutterstock.com
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Kanzler Scholz auf der Buchmesse.

Bei seiner Rede zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse wurde Bundeskanzler Olaf Scholz von Zwischenrufen aus dem Publikum gestört. Trotz der Unterbrechungen betonte Scholz die Bedeutung des Lesens für die Demokratie und die Gesellschaft.

Er hob hervor, dass Lesen den Weg ebnet, um die eigene Perspektive zu erweitern und die eigene Blase zu verlassen. 

Der Kanzler wurde zunächst von einer Frau unterbrochen, woraufhin er mit den Worten "Hör auf zu brüllen, Schluss" reagierte. Ein weiterer Zwischenrufer protestierte gegen Waffenlieferungen an Israel und wurde vom Publikum ausgebuht.

In seiner Rede unterstrich Scholz, dass die Macht des Wortes und nicht die des Geschreis die Menschen in Leipzig zusammenführt. 

Lesen sei eine täglich praktizierte Bereitschaft, Gegensätze zu überwinden, die im Alltag manchmal unüberbrückbar scheinen. Diese Ansichten wurden auf der Webseite des Spiegels detailliert beschrieben.

Peter Kraus vom Cleff, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, erklärte ebenfalls, dass die Buchbranche einen wesentlichen Beitrag für eine offene und informierte Gesellschaft leistet. 

Die Leipziger Buchmesse, die rund 300.000 Gäste anzieht, ist ein wichtiger Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und bietet bis Sonntag tausende Veranstaltungen, einschließlich der Manga-Comic-Con und des traditionellen Lesefests Leipzig.