Paxlovid-Skandal erschüttert Deutschland: Apotheker in der Klemme

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Apotheker unter Verdacht.

Das Bundesgesundheitsministerium hat Anzeigen gegen mehrere Apotheker in Deutschland erstattet, die im Verdacht stehen, das staatlich bezahlte Corona-Medikament Paxlovid illegal weiterverkauft zu haben. 

Die Bundesregierung hatte im Februar 2022 eine Million Packungen des Medikaments von Pfizer erworben und den Apotheken kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Anfang 2023 stellte das Ministerium fest, dass einzelne Apotheken ungewöhnlich große Mengen Paxlovid bestellt hatten, was den Verdacht auf illegalen Weiterverkauf weckte.

Laut einem Bericht von der Tagesschau wurden bundesweit an mehr als 25 Staatsanwaltschaften Strafanzeigen gegen Apotheker gerichtet. In Bayern, Berlin und anderen Bundesländern wurden bereits Apotheken durchsucht. 

Einige Apotheken hatten mehr als 1.000 Packungen bestellt, was als unglaubwürdig angesehen wird. 

Der mögliche Schaden in Berlin wird auf drei Millionen Euro geschätzt. In Frankfurt am Main soll eine Apotheke fast 10.000 Packungen bestellt haben. 

Die Ermittlungen sind komplex, da es schwierig ist festzustellen, ob die Medikamente illegal verkauft oder nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums entsorgt wurden.