RAF-Relikte: Garwegs geheime Fälscherwerkstatt enttarnt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

10 Wochen vor

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13/03/2024
Foto: Shutterstock
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Die verborgenen Leben eines RAF-Mitglieds.

Das ehemalige Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF), Burkhard Garweg, steht im Verdacht, eine Fälscherwerkstatt betrieben zu haben. 

In einem Bauwagen in Berlin, der als sein Versteck galt, entdeckten Ermittler Utensilien und Geräte, die für die Fälschung von Dokumenten verwendet werden können. 

Diese Entdeckung, berichtet von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), wirft ein neues Licht auf die Aktivitäten von Garweg, der seit Jahren von den Behörden gesucht wird.

Der Chef des niedersächsischen Landeskriminalamtes, Friedo de Vries, teilte der Wochenzeitung "Zeit" mit, dass die gefundenen Gegenstände beschlagnahmt und derzeit ausgewertet werden.

Garweg, der vermutlich unter verschiedenen Tarnidentitäten lebt, nutzte häufig den Vornamen "Martin" für seine Aliasnamen. 

Die Festnahme von Daniela Klette, einer mutmaßlichen Komplizin Garwegs, Ende Februar in Berlin, wo sie unter falschem Namen lebte, hat die Fahndung nach Garweg und einem weiteren mutmaßlichen Komplizen, Ernst-Volker Staub, intensiviert.

Diese Entwicklungen unterstreichen die anhaltende Präsenz und das mögliche Fortbestehen der Aktivitäten ehemaliger RAF-Mitglieder in Deutschland. 

Die RAF, die für ihre linksextremistischen Terroranschläge bekannt war, erklärte sich 1998 offiziell für aufgelöst. Die jüngsten Ereignisse zeigen jedoch, dass die Schatten der Vergangenheit weiterhin nachwirken.