Steuerstreit eskaliert: Lindners Pläne sorgen für Koalitionszoff

Geschrieben von Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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22/01/2024
Foto: Shutterstock
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Kindergeld vs. Kinderfreibetrag.

In der deutschen Politik ist ein neuer Streit entbrannt: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) plant, den steuerlichen Kinderfreibetrag rückwirkend zum Jahreswechsel deutlich anzuheben, während das Kindergeld unverändert bleiben soll. 

Diese Entscheidung hat zu heftiger Kritik von den Koalitionspartnern SPD und Grünen geführt, wie WELT berichtet.

Sie werfen Lindner vor, mit dieser Maßnahme Familien mit hohen Einkommen zu bevorzugen und fordern eine gleichzeitige Erhöhung des Kindergeldes aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit.

Nach Lindners Plänen soll der Kinderfreibetrag von 6024 auf 6612 Euro steigen, während das Kindergeld bei 250 Euro bleiben soll. 

SPD und Grüne lehnen diese Pläne ab und betonen, dass auch das Kindergeld angehoben werden muss, damit Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen profitieren. 

Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt Lindners Vorhaben, während die SPD-Fraktion und die Grünen eine Anhebung des Kindergeldes fordern, um eine soziale Ungerechtigkeit zu vermeiden. 

Die Debatte zeigt die unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Koalition über die beste Art und Weise, Familien in Zeiten hoher Inflation zu unterstützen.