Symbolische Menschenkette: Muslime setzen Zeichen gegen Terror in Köln

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Junge Muslime schützen Kölner Dom.

Zum Jahreswechsel hat sich in Köln ein bemerkenswertes Ereignis zugetragen: Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde in Deutschland bildeten eine Menschenkette um den Kölner Dom, um diesen symbolisch zu schützen. 

Diese Aktion steht im Kontrast zu den Ereignissen der Kölner Silvesternacht 2015, die einen Wendepunkt in der deutschen Migrationsdebatte markierte. 

Damals wurden hunderte Frauen drangsaliert, sexuell belästigt oder ausgeraubt, was zu rund 1200 Anzeigen führte. 

Acht Jahre später, beim jüngsten Jahreswechsel, stand Köln erneut im Fokus, als deutsche Sicherheitsbehörden vor Silvester mehrere Muslime festnahmen, die einen Anschlag auf den Kölner Dom geplant haben sollen, berichtet WELT.

Die jungen Muslime der Ahmadiyya-Gemeinde trugen Plakate mit Slogans wie „Ich bin ein Muslim und stehe ein für den Schutz der Kirche“. 

Ihr Outfit war ebenfalls ungewöhnlich: Sie trugen identische blaue Sweatshirts mit einer Armbinde in den Deutschland-Farben. 

Obwohl die Ahmadiyya-Gemeinde in Deutschland nur einen kleinen Teil des Islams ausmacht, vermittelt sie eine Vorstellung davon, wie ein europäischer Islam aussehen könnte.

Die Aktion der Ahmadiyya-Gemeinde könnte ein Zeichen für einen beginnenden religiös-kulturellen Wandel sein. 

In Frankreich und Deutschland gibt es bereits Bestrebungen, Imame, die aus dem Ausland bezahlt werden, durch in Deutschland ausgebildete Imame zu ersetzen. 

Dies könnte ein Schritt in Richtung eines "Euro-Islams" sein, dessen Entstehung nach Kräften gefördert werden sollte.