TÜV-Änderung geplant: Mehr Aufwand und höhere Kosten für Autofahrer

Geschrieben von Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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29/05/2024
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Was auf Autofahrer zukommt.

Bei der Hauptuntersuchung (HU) für Kraftfahrzeuge in Deutschland sollen bald Änderungen vorgenommen werden, die für Autofahrer mehr Aufwand und höhere Kosten bedeuten könnten. 

Diskutiert wird die Abschaffung der sogenannten Mängelschleife, wie Focus berichtet. Diese Änderung wird im Rahmen einer Anpassung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geprüft und könnte bald Realität werden.

Die Mängelschleife beschreibt den Prozess, der nach einer nicht bestandenen HU oder der Feststellung von Mängeln abläuft. 

Der Fahrzeughalter muss die Mängel beheben und das Fahrzeug erneut zur HU vorführen. Wird dieser Prozess abgeschafft, müssten Autofahrer auch bei kleinen Beanstandungen eine kostenpflichtige Nachprüfung durchlaufen. 

Laut einem Bericht von Focus würde dies bedeuten, dass Autofahrer für eine Nachprüfung 30 Euro zahlen müssten. Verpassen sie die Frist zur Mängelbeseitigung von einem Monat, droht ein Verwarnungsgeld von 40 Euro.

Die Abschaffung der Mängelschleife könnte für Autofahrer zusätzliche Kosten und erhöhten Aufwand bedeuten. 

Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) sieht in dieser Änderung vor allem Sicherheitsbedenken und die Gefahr von mehr Schwarzarbeit. 

Fahrzeuge, die nach der HU erhebliche Mängel aufweisen und nicht in einer Meisterwerkstatt stehen, dürften nicht mehr bewegt werden, was zusätzliche Abschleppkosten verursachen könnte.

Ob die geplante Umsetzung tatsächlich erfolgt, ist noch unklar, da das Bundesjustizministerium den Vorschlag derzeit auf seine Rechtmäßigkeit prüft. 

Kritiker befürchten, dass die Qualität der Hauptuntersuchungen leiden könnte, wenn sich branchenfremde Unternehmen einbringen und Reparaturen in Betrieben ohne Meister vor Ort durchgeführt werden.